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Gesch. VIII) sehr mangelhaft und die beigegehenen Erläuterungen unge-nügend und zum Teil irreführend sind, erseheint die wiederholte Ver-öffentlichung der auf J. C. Politik bezüglichen Stücke (mit Ausschlussder nur Territoriales betreffenden Notizen) durchaus geboten. Diese ,,Ge-denkzettel" des Pf., teils Entwürfe für Schreiben oder Instruktionen, teilsnur zum eigenen Gebrauch bestimmt und gleichsam hingeworfene Selbst-gespräche, sind bei dem Mangel intimer Correspondenzen J. C. von umso höherem "Wert. Das hier eingefügte Stück fällt in den Okt. 1582,wo ein Besuch des Kf. von Brandenburg bei Hessen zu gewärtigen stand(J. C. an L "Wilhelm, 19. Okt., Marb. Or).
2) Ueber die Schrift des Johann Nass (vgl. no. 332 A. 7): Examenchartaceae Lutheranorum concordiae, das ist die aussmusterungvnnd Widerlegung dess nagelnewgeschmidten Concordibuchs, und die nochärgere anonyme Schmähschrift Novasupra novanovorum, beideIngoist. 1581 gedruckt, vgl. Heppe IV, 278; 388 ff.
3) Ueber den italienischen Philosophen Simon Simonius, der inGenf zum Calvinismus übergetreten war, eine Zeit lang in Heidelbergund Leipzig dozirte, des Arianismus bezichtigt wurde, dann von denJesuiten bekehrt (1581) am kais. Hoflager lebte und im Herbst 1582einen Ruf nach Polen erhielt, vgl. Gillet II, 338 ff.; Kl. II, 788 ff.
4) Vgl. no. 408.
6) Vgl. no. 311; 314; 318; 352 A. 2.
6) Johann Wilhelm von Jülich dachte längst daran, die Admini-stration des Stifts Münster aufzugeben (vgl. no. 201; 326 A. 2). „P.tochter": Christine, die einzige lebende Tochter Kf. Ludwigs, geboren5. März 1573.
7) Friedrich "Wilhelm, der älteste Sohn des Herzogs Johann "Wil-helm von Sachsen, hatte sich am 31. Aug. 1582 mit Sophia, einerSchwester Ludwigs von "Würtemberg, verlobt; die Hochzeit fand am 5.
Mai 1583 zu Weimar statt (J. S. Müller, des chur- und fürstl. Hauses
Sachsen Annalen, "Weimar 1701, p. 183).
8) Vgl. Kluckhohn, Ehe J. C. p. 63/4; der Brief, worin Elisa-beth von dem Ende ihres (nicht näher bezeichneten) Hauskreuzes spricht,(„es ist nichts so bös, das Gott nicht kann gut machen; ich bin nunwohl zufrieden; ich danke Gott" u. s. w.), ist vom 2. Mai 1583 (Notizvon Prof. Kluckhohn).
9) Vgl. no. 295; 335; 361. Nachdem der Krieg gegen Spanientatsächlich seit Jahren durch die französische Politik in Sachen derNiederlande und Portugals eingeleitet war, schien im Herbst 1582,nach der Niederlage der französischen Flotte bei Terceira und den Ge-ständnissen des Mörders Salcedo, ein offener Bruch zwischen den beidenMächten bevorzustehen; Heinrich III sandte seinem Bruder Alengon einstattliches Hülfscorps unter Biron in die Niederlande. Granvela hattelängst Philipp II zum Krieg zu treiben gesucht.
10) Der spanische Jesuit Franciscus Turrianus (de Torres) hattedem L. "Wilhelm verschiedene seiner Schriften gegen Sadeel (Pseudonymdes hugenott. Geistlichen Chandieu), zuletzt den 1581 zu Ingolstadt er-schienenen liber bipartitus gewidmet; über die Corresp. des Landgrafenmit Wilhelm von Baiern in dieser Sache vgl. Bommel I, 500 ff.;Prinsterer I. 8, 57 ff.
11) Vgl. Kl. II, 459; oben p. 86; 186/7. Dass Sachsen sich demGedanken eines Interregnums günstig gezeigt hätte, ist gewiss nur eineSelbsttäuschung des Pfalzgrafen.
12) Vgl. no. 368.
13) Vgl. no. 371; 374; 379.
14) Den Gedanken, dass das R. seine "Westgrenze nur durch engereAngliederung der Niederlande und Rückeroberung der drei Stifter dauerndsichern könne, hatte J. C. von jeher vertreten (vgl. z. B. no. 384).