321—323. 1582 461
321- Ludwig von Wtirtemberg an Kurfürst L u d w i g. 4. Januar
Stuttgart
Anf dessen Schreiben und die Supplikation der Aachener;wird sich nach dem Kff. und andern Ständen der A. C. richten.Sollte die Behanptung Parma's und des brabantischen Kanzlers, eshandle sich zu Aachen hauptsächlich nicht um die A. C, sondernum den calvinischen Irrtum, wahr sein, so wäre hierin vorsichtigerm handeln. 1 ) Sonst ist er bereit, den schwäbischen Kreis zu ver-sammeln und bittet um Mittheilung vom Beschluss des kurrheinischenKreises. 2 )
Fortwährendes Conspiriren der Papisten gegen die A. C. Ver-wandten. Letztere sollten ihre deputirten Räte vor dem R.-Tagzusammentreten lassen, damit es, falls Religionssachen vorkommen,„nit diversa vota gebe." 3 )
Mb. 111/3 b f. 58. Or.
1) Vgl. Sattler V, 76.
2) Der rhein. Kreistag zu Bonn beschloss (16. Januar) Sehr, an denKaiser, Parma, Jülich und Lüttich in der aachischen Sache und nötigen-falls Vorgehen gemäss den B.-Ordnungen (Nürnb.).
3) Vgl. no. 332 A. 1.
322. Kurfürst Ludwig an die Geheimen von 12. JanuarStrassburg. Heidel-
berg
Hat zu Gunsten der Aachener mit andern Parma, Lüttich undden Abt von Corneliusmünster beschickt, einen Kreistag ausge-schrieben und den Kaiser angegangen, wie es scheint, ohne Erfolg.Bittet, die Sache an andere Städte zu bringen und ihr Gutachtenmitzuteilen, wie eventuell mit der Tat das Verderben von Aachenabzuwenden sei. Gefährliche Consequenzen dieses Vorgehens derPapisten und eines ausländischen Prinzen.
Sir. Or.
323. Der Kaiser an Daniel von Mainz. 23. Januar
PressburgBegehrt Gutachten, ob Johann Casimir zum R.-Tag zu be-schreiben, da bei der Ausschreibung hierüber Zweifel vorgefallen. 1 )
Wh. Rtagsakten 1582. Conc.
1) Mainz rät den Pf. zu beschreiben (1. Febr), widerrät dagegendie Einladung Schwendi's; er wisse nicht, „was dergleichen singularitetenviel nutz dabei schaffen können." (21. Febr- ebd. Orr.) Die kais. Ein-ladung für J. C. zu dem Augsb. R.-T. (22. April), Prag 1. Jan. 1582,Mb. 111/lb f. 14.