444
1581
295-298.
Gesandten vom J. 1582, während im J. 1584 die beiden Oheime sich mitder Kaiserin-Mutter zu Gunsten Ernst's vereinigten (Stieve a. a. 0.p. 11).
2) Gemeint ist Erzh. Karls Toleranzerklärung vom 9. Febr. 1578 unddie Zurücknahme seines Dekrets wegen Schliessung der Grazer Stifts-kirche (3. Febr. 1581), vgl. Hurter I, 345 ff.; 444/5.
297. Pfalzgraf Georg Hans an Johann Casimir.
Hat von Held noch keinen Bericht über den Entschluss Kf.Ludwigs, dagegen J. C. Bedenken vernommen. Copien seiner Sehr.an das Trierer Capitel und an Ludwig. 1 ) J. C. möge die kaltenFürsten erhitzigen helfen. Halten sie insgeheim zusammen, so kannwohl einer der Katze die Schellen anhängen, ohne dass die andernsich offen in die Gefahr stecken. Bittet um Geheimhaltung und ver-trauliche Erklärung. „Dan wol mittel vorhanden, das, wo diecapitularn billiche mittel nit annemen wolten, man nit lang umbdie possession disputiron dorft." Man sollte zum Besten der Frei-stellung an einem Stift ein Exempel statuiren ; „sonst spotten diepfaffen unser in die band, das wir mit briefen sehr dräuen und
mit den herzen und der tat nichts ausrichten 1 '..... Ohne sein
Vertrauen auf J. C. eifrige Gesinnung, die jener seines Vatersentspricht, „wolten wir E. L. nit sovil communiciren." ....
Ma. 5*5/1. Or.
1) Am 4. Juni war Erzb. Jakob III von Trier gestorben; am 30. Juniwählte das Capitel zu seinem Nachfolger den Dompropst Johann vonSchonberg; vor ihm und dem Domdechanten von der Leyen hatte Gr. H.am 26. eine Werbung angebracht, die er in einem Sehr, an das gesammteDomcapitel vom 1. Juli wiederholte. Sie enthält nach einer langwierigenErörterung über die Frage der Freistellung und ihre beste Lösung denVorschlag, einen „Potentaten deutscher Nation" zum Erzb. und Kf. zupostuliren, wofür den einzelnen Capitularen 10000 fl. als Geschenk undandere finanzielle Vorteile versprochen werden. Natürlich meint erwieder seinen ältesten Sohn. Er schrieb unter gl. Datum an die einzelnenCapitularen und an Kf. Ludwig, der am 31. Juli dem Pf. von dem durchHeld angebrachten Vorhaben abriet. Ma. a. a. 0.
298. Pfalzgraf Georg Hans an die Geheimen vonStrassburg.
Brauchen für seine treuherzige Mitteilung nicht zu danken.Copie seiner Antwort an J. 0. Hofft, dass die Bösen zum Spottwerden. Vor 3 Tagen kam ein kgl. Gubernator ins Elsass undbesichtigte ihre Stadt. Die Bürger von Pfalzburg, durch denvon Lanty benachrichtigt, dass die Garnison zu Metz und zu Marsalausziehen solle, haben die ganze Nacht Wache gehalten. GuteLeute sollten einmal Geld aufbringen und den Praktiken ernstlichentgegentreten; er ist bereit dazu zu helfen.....
Str. Or.