422 1580 265-267.
4. Dez. sucht er sie, ihre Räte an seinen Hof abzuordnen, mit Vollmachtüber eine Schickung in die Niederlande und eventuell nach Frank-reich und andere nötige Massregeln zu beraten. 2 )
Dr. 7389. Or.
1) Der Kaiser hatte schon die Nürnberger Versammlung zur Vor-bereitung eines R.-Tags benützen wollen (Kaiser an Sachsen, Prag 8. JuliDr. 7389. Eigb.). Am 28. Okt. schlugen dann S. und Br. die Einstel-lung des Nürnb. Tags und Verweisung der Sachen auf einen R.-TasDep.-Tag oder Convent kais. und kurf. Räte vor. ("Wh. R.-Sachen. Cop.Y
2) Ganz nach dem Gutachten des Erzh. Ernst, Wien 29. Nov. Wh!R.-Tagsakten 1582. Or. Am 10. Jan. 1581 erklärten sich S. und Br. demKaiser gegenüber zu einem Convent kais. Commissarien und kf. Räte be-reit. Dr. a. a. 0. Conc. Mainz hatte dagegen keine besondere Lust(Bock an Kf. August, Aschaffenburg 4. Jan. 1581, ebd. Eigh.).
11. Dez. 266. Kurfürst Ludwig an Landgraf Wilhelm.
Heidel-berg Bittet um Rückgabe des von ihm vor Antritt der kurf. Re-gierung errichteten und zu W. Händen deponirten Testaments. 1 )
Mc K- XV. 3, no. 3063. Conc.
1) Schon im Frühjahr hatte der Kf. dem M. Georg Friedrich seineAbsicht ein Testament zu machen und ihn zum Vormund einzusetzen mit-geteilt und der M. sich geneigt erklärt (Werbung und Beantwortung desMarschalks Job. Phil, von Helmstatt und des Peter Clainman, Windels-bach 12. April 1580, Mc. Fürstenaachen CXXVII). Ein Or. Exemplarjenes älteren Testaments (Amberg, 26. Mai 1571), uneröffnet, Siegel ab-geschnitten, Me. a. a. O. 3066. Ebd. 3Ö58 das endgültige Testamentvom 5. Dez. 1580.
12. Dez. 267. Schomberg an Bellievre. 1 )
Nantcuil
(Ein sächsischer Abgesandter. Die günstige Stimmung des Kf. zu De-nützen ; dessen Anerbieten und tatsächliche Freundschaftsbeweise. Ver-stimmung und TJnhöflichkeit J. C.)
... „L'electeur de Saxe a envoye ung gentilhomme pardegä avec-ques moy pour luy rapporter l'intention et la volonte du roy surles. ouvertures qu'il luy a faict faire par moy d'entrer en liguegenerale avecques le corps de l'empire." Der König, der ihm inOlinville versprach ihm seinen Aufenhalt mitzuteilen, lässt nichtshören und so begibt er sich, da der sächsische Edelmann schonfünf Wochen hier ist, unaufgefordert zu Hof, um den Kf. nicht zuverstimmen, „joinct qu'il fault battre le fer, durant qu'il est chaud,et tascher de nous empatroniser de la place, dont noz anciens enne-mis de la France se sont esloignez par certains leurs deportements,et ce avant qu'ilz ayent loysir de la regnaigner, ä quoy ilz fönt
tout ce qu'ilz peuvent." ........... Glückliche Wendung der
Dinge in Frankreich. „Et m'a [bien sceu dire le susdict electeurpar plusieurs fois, quel appuy, support, assistance ou conseil ildebvoit ou pouvoit attendre d'ung prince, duquel les afaires estoient