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1580
225-227
13. Mai 1) Nach La Hug. II, 52 hätte J. C. in der Unterhandlung mit Vig-
nory folgende Sicherheitspläne verlangt: Toul und Verdun (da Metz dochkaum zu erhalten sein werde), Chälons s. Saöne, Chälons s. Marne St.M6nehould und Rocroi; dass er überdies eine Verbindung seiner Tochter(geb. 15781 mit Guise's Sohn (geb. 1571) vorgeschlagen habe, lautet nichteben wahrscheinlich, ist aber bei seiner Neigung zu abenteuerlichen Pro-jekten keineswegs undenkbar. Das oben no. 196 A. 2 angeführte Sehr, desPf. Georg Hans spricht nur von der Ueberlassung von Metz, Toul undVerdun an J. O., die ebd. A. 1 angeführte hugenottische Schrift allgemeinvon „des villes en leur gouvernement."
2) Die Bedingung eines für die Hugenotten sehr vortheilhaften Reli-gionsfriedens führen sämmtliche A. 1 und no. 196 citirte Quellen überein-stimmend an. Dagegen ist das von Cobham berichtete Eintreten J. C. fürden ihm verhassten K. von Navarra nicht sehr wahrscheinlich.
23. MaiKaisers-lautern
226. Johann Casimir an Kurfürst Ludwig.
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.... Des Königs Badereise in den Brunnen gefallen; Schom-bergs Werbung „nichts dan lauter brillenwerk." .... L. merktnun selbst, dass Seh. ihn und andere mit der angeblichen Reisenur geäfft hat. Es muss etwas anderes dahinter stecken. WillKundschaft anstellen.
P. S. hat sicher erfahren, „das der könig seinen dolmetschen,den er stetigs zu Metz helt, Praillion genant, zu gedachtem Schön-berger abgefertigt und ihm uferlegt hab, demselben anzuzeigen,das er mit seinen bewusten practiken noch zur zeit einstehen undferners bescheids gewarten soll. Was solches uf sich hat, wirdtdie zeit mitbringen."
Mb. m/i f. 11. Or.
26. MaiTrier
227. Heinriich von Conde an Johann Casimir.
Seine Begleiter ersuchten ihn, sich den Nachstellungen seinerFeinde, die ihn in La Fere einschliessen wollten, zu entziehen; daihm der Weg nach England durch Frankreich „pour la difficultedes portz," durch Flandern in Folge von de la Noue's Niederlageverschlossen war, Hess er sich bestimmen, seinen Weg zu J. C. zunehmen. Hat es J. C. nicht früher wissen lassen, da er Fest-nehmung des Boten befürchtete. 1 )
Mb. 112/3. Cop.
1) Conde, der La Fere am 22. Mai mit nur drei Edelleuten und einemDiener Nachts verliess, schreibt am 4. Juni bereits aus Friedeisheim(Kentzinger I, 92). Sonderbarerweise folgen auch neuere Historiker(z, B, La France prot. II, 468; Aumale II, 131) dem schon beid'Aubigne und Thuanus begegnenden Irrtum, C. sei zuerst in die Nieder-lande und nach England und von da erst nach Deutschland gegangen.Näheres über die Route seiner Flucht bei La Hug. II, 65 ff. Copp.seiner Eiklärung an den K. vom 22. Mai sowie der Antwort des K. vom26. Mai Ma. 545/1; ebd. ein Sehr, des K. an Schomberg vom 26. Mai,mit dem Auftrag die voraussichtlichen Werbungen Conde's zu hindern.