197-198. 1580 363,
Forschen riet L., der Kf. solle sich nicht mit dem Kaiser zusammen, 8. Januarder nur für Spanien arbeite, in der Friedenshandlung gebrauchenlassen, sondern dieselbe mit Dänemark, England, Mainz und Branden-burg u. a. in die Hand nehmen und sich für den Fall der Wider-setzlichkeit einer von beiden Parteien mit einem Kriegsvolk gefasstmachen. Würden die Niederlande für die Bestätigung des Matthiasoder eines anderen österreichischen Gubernators nicht mehr zugewinnen sein, so würden sie doch bei der Wahl eines neuenHerrn sich vor Allem nach dem Kf. richten. L. hatte, in derMeinung, der Kf. habe zwei Söhne, hierüber mit Oranien gesprochenund war der Ansicht, „E. Ch. Gn. konten dero landen alsdan baldmechtig werden." Da aber der Kf. nur einen Sohn habe, „so hetteer wohl ehe gedacht auf die coburgischen hern, da dem einerkonte dazu gefordert werden," an deren Land sich der Kf. für dieaufgewandten Kosten schadlos halten könnte. Wäre der Kf. geneigt,so sollte er die coburgischen Herren ohne Aufsehen französisch lernenlassen. Oranien habe nicht die Absicht sich selbst für einen Herrnaufwerfen zu lassen.......
Dr. 9818- Conc.
1) Leider ist die interessante Kelation zu umfangreich, um hier imWortlaut oder vollständigen Auszug Platz zu finden. Ueber die Zusam-menkunft Paull's mit L. (Dez. 1579 zu Köln) vgl. Lang. Are. II, 804 ff.
■ 198. Beutterich an Malleroy. 19. Januar
(Neue Schwierigkeiten. Plan einer Zusammenkunft in Lothringen. Dieangebliche Baseler Praktik hat nichts zu bedeuten. Olervant.)
„Pour oster tous sinistres soubsons et asseurer tout mieulx ceulx,lesquelz estoient en tres-grande Jalousie, il m'a fallu dire quelquechose pourcolorer tout et les oster de Jalousie, puisque tout estoitdivulgue. Celuy qu'estoit avec vous fust remarque ä Pfaltzbourgmesmes. C'est ä mes [!j qu'il n'en soit survenu aultre inconvenient.Bien est-il que de nostre coste on en a faict diverses jugemens.Je rem6die tant que je puis. La Huguerie est presentement icyavec moy et nostre Mathieu ;*) quoy que l'on vous die ou que l'onse vante, asseure-vous que nous ne changeons point de resolution.Aussi n'avons rien du monde traicte pour conclure, avec qui que soit.Depuis vostre partement, je n'ay rien parle du voyage de Suysse,qui est mal prest. J'espere que nous verrons ensemble, avant qu'ilse face. Nous attendous le 25 me de ce mois, auquel celuy queseavez nous promect de me faire seavoir, si celuy que seavez trou-veroit moyen expedient de venir ä Nancy. 2 ) Celle resolution venue,nous avons bien-tost prepare toutes choses vers le duc de Lorraine.Les soubsons et jalousies estant si grandes, je doubte, s'il sera ex-