362 1580 196-197.
8. Januar duc de Guyse. Je dy, que je n'en sgavois rien, mais que je nepensois pas, parceque l'aultre n'avoit heu Charge de luy et ne parloitqu'en son particulier; que je croyois bien, qu'il faisoit cecy poursonder, mais qu'estions demeures en la generalite. Je jure dieuque par moy ny par nion maistre ne ce feust jamais evante cecyque nous mectra en soubson, si dextrement n'y est remedie. Alencona recerche le conte, qui a preste l'oreille. Je me recommande.Je me haste pour ma maison.
De Pfaltzbourg, ce 8 me en janvier 1580. Vous cognoisses laChouette."
Pb. fonds francais 3902, f. 212. Cop.
1) Frangois de Quinquempoix, sr du Mais, comte de Vignori, Ver-trauter Guise's (vgl. Dohna's Aeusserung no. 192 A. 1) hatte mit M. den An-schlag auf Strassburg hauptsächlich betrieben und verhandelte unter Ver-mittlung M. mit J. C., der in der Tat daran dachte sich nebst Condemit den Guisen gegen den französischen Hof und den ihm verdächtigenKönig von Navarra zu verbinden; Conde seinerseits, den die Königin-Mutter vergebens zur Rückgabe von La Fere zu bestimmen suchte, hoffteCambray, mit dessen Gouverneur damals La Noue wegen Auslieferung desPlatzes an Alencon verhandelte, in seine Hand zu bekommen. BeidePläne wurden vereitelt; vgl La Huguerye II, 37 ff. Dass die Bezie-hungen Guise's zu J. 0. von den Hugenotten ihren Gegnern vorgehalten•wurden, zeigt das „Advertissement sur l'intention et le but de la maisonde Lorraine" (von 1585, Mem. de Mornayll, 424) sowie das leiden-schaftliche Dementi („commesiles Catholiques avoient affaire du Casimir!")des p. 181 A. 1 citirten „Advertissement" (vom Advokaten Louis d'Orleans,1586). Duplessis' Gegenschrift („Lettre d'un gentilhomme catholique fran-cois") geht auf diesen heikein Punkt nicht ein.
2) Die Verwechslung von „il" mit „je" durch den Abschreiber kehrtöfters wieder; die Copien dieser Briefe bilden ein Heft mit der Aufschrift:„Double de onze lettres de feu Beutrich ä M. de Maleroy" und dürftenmit jenen identisch sein, die Pf. Georg Hans am 29. Mai 1587 dem K.Heinrich III zuschickte (das Sehr, des Pf. Pb. f. fr. 3314). Vielleichtwaren die Briefe, die der Gesandte Navarras Segur in Händen hatte, dieOrginalien; derselbe sagt in seiner Instruktion für den s r d'Averly (Ende1587, Pb. V° Colbert 402) von jener Verhandlung Beutterichs : „de la-quelle nous avons onze lettres."
8. Januar 197- Bericht des Dr. Andre as Pauli an Kurf ürst
August.
(Ueber seine Unterredung mit Languet.) 1 ) L. eröffnete ihmu. a., Oranien halte eine Versöhnung mit Spanien für un-wahrscheinlich, im Fall eines völligen Bruchs aber würde dergrössere Teil der Niederlande sich keinem Herrn aus demHaus Oesterreich mehr anvertrauen, auch dem Erzh. Matthiasnicht; bei Alencon sei seine Anwartschaft auf die französischeTronfolge hinderlich; die Niederlande würden am Besten einensonderlichen eigenen Herrn haben, der sich mit der deutschen Nation,Frankreich und England verbinden könnte..... Auf sein weiteres