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1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
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214
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214 1576 3-4.

28. Okt. 3. Landgraf Wilhelm von Hessen an Kurfürst

Rothen- Friedrich.

berg

Teilt Copie eines ausführlichen Entschuldigungsschr. mit 1 ),das Kursachsen zur Erklärung seiner Absonderung in Religions-sachen auf dem Reichstag an ihn und vermutlich auch an die übrigenStände der A. C. gerichtet hat. Bittet um vertrauliches Gutachtenüber die darin enthaltenen gewichtigen Argumente. Schickt nieder-läudische Zeitungen (Intercession von Jülich und Lüttich für diegefangenen Herren); Jülich hat sich doch früher Egmonts undseiner Leidensgenossen gar nicht angenommen.

Ma. 544/13 ? 191- Cop-

1) Ebenso Herzog Julius von Braunschweig in einem gleichfalls anKurf. Friedrich adressirten Sehr, vom 7. November (ebd. f. 192 ff.).

7. Nov. 4. Landgraf "Wilhelm an Kurfürst Ludwig.

Zapfen-

burg

Condolenz. Ermahnung, in Verteidigung des Evangeliums undder deutschen Libertät in die Fusstapfen des Vaters zu treten 1 ),die Reformation der väterlichen Kirchenordnung mit möglichsterSchonung vorzunehmen, sich unter keiner Bedingung von seinemBruder zu trennen. 2 )

Marb. Pfalz R. A. Conc. (im Auszug bei Rom in el V, 5S6 A. 81.)

1) Mit dieser Ermahnung entsprach der L. fast wörtlich einer BitteJohann Casimirs, der ihm unter dem 28. Oktober (Kl. II, 1028) das Ab-leben des Vaters mitgeteilt und ihn ersucht hatte, den.Bruder aufzufordern,er möge in die Fusstapfen des Vaters treten,so uns brüdern und anderndie bahn gemacht und das eis gebrochen", und sich von schädlicherAenderung hüten. Die Antwort Wilhelms an J. C. vom 6. Nov. Me.991. Acta post obitum Friderici 3. II. f. 16 ff. Or.

2) lieber die Art und Weise, wie seine Gesandten dem Kf. möglichsteBehutsamkeit in Sachen der Religion ans Herz legen sollten, spricht sichW. des Näheren in einem Sehr, vom 9. Nov. an seinen Kanzler Dr.Reinhard Scheffer aus. Er wünscht, der Kf. möge zur Durchführungeiner Reformation Theologen gebrauchen, die bisher nicht gegen die Hei-delberger geschrieben, wie Dr. Mirus oder den hessischen SuperintendentenDr. Weyer, nicht Andrea, Selneoker und ähnliche Leute; er solle allen-falls die Austeilung von Hostien, aber nicht förmlich papistische Bräuchewiedereinführen. "Wenn es den Gesandtenunoffendiilich" erscheine,könne man den Kf. seiner schwachen Natur und des möglichen Fallserinnern, dass Johann Casimir dann nach der goldenen Bulle die Admini-stration übernehmen und neue Aenderungen vornehmen würde. Vgl.Rommel a. a. O, Wie sich W. dabei vor dem Schein einer Hinneigungzum Calvinismus zu wahren suchte, wurde oben p. 45 A. 2 erwähnt;vgl. seine Vorsichtsmassregeln gegenüber Kf. Friedrich, als ihn dieserum Mitteilung des Torgischen Buches ersucht hatte, Heppe III, 162/3.Trotzdem begrüsste ihn Beza nach dem Tod Kf Friedrichs als dessenNachfolger in der Beschirmung der Kirche (quum ad tuam pene iamunam Cels. hae partes redierint". Beza an L. Wilhelm, 25. Nov. 1576,Heppe, Epistolae, quas Th. Baza ad Wilhelmum IV. misit, Marb.1860, p. 6).