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1 (1882) 1576 - 1582
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besuchs in Dresden sich recht nachdrücklich über seine prinzipielleStellung zur römischen Königsvvahl auszusprechen; weder einemAusländer noch einem deutschen Fürsten würde er je seine Stimmegeben, ebensowenig aber selbst die Krone annehmen. Um seinewahren Motive ja nicht im Dunkeln zu lassen, sagte er, er wollelieber ein reicher Herzog sein als ein armer Kaiser.

Im Frühjahr 1574 verhandelten der Kaiser und Mainz übereinen Kurfürstentag, auf dem der gegenwärtige Zustand des Reichs unddie Mittel zur Besserung erwogen werden sollten. Bald darauf ver-ständigte sich Kurfürst August über die Wahlsache erst mit Bran-denburg, *) dann mit dem Mainzer, der seinerseits Köln und Trierohne sonderliche Mühe gewann. Der Pfalzgraf sollte nach SachsensVorschlag bei den Vorverhandlungen ganz bei Seite gelassen und erstbei der offiziellen Einleitung des Wahltags angegangen werden;dann könne er wohl eine oder die andere Schwierigkeit erheben,werde sich aber schliesslich wie immer dem Consens der andernKurfürsten fügen. Uebrigens wurde auf den Rat von Sachsen undMainz in den ersten kaiserlichen Schreiben jeder Hinweis auf diePerson des Nachfolgers vermieden. Als nun die kurfürstliche Ver-sammlung vom Kaiser angeregt wurde, trug Friedrich bei seinenMitkurfürsten auf einen vorhergehenden Convent ihrer vertrautestenRäte an, natürlich ohne Erfolg. August versicherte den Pfälzer,er habe sich der Successiou wegen noch nicht erklärt und wolleseiner kurfürstlichen Obligation gemäss vor dem Collegialtag keineweiteren Schritte tun. Köln, der gleichfalls behauptete nichts Be-stimmtes zugesagt zu haben, war etwas offener; er riet demPfalzgrafen, da die Succession doch nicht zu hindern sei, statt allzu-heftigen Widerstands auf eine gute Capitulation zu denken. 2 )

Friedrich hatte freilich trotz aller Heimlichkeit von jenen hin-ter seinem Rücken getroffenen Abmachungen Nachricht erhalten. 3 )Dies konnte, zusammengehalten mit den zahlreichen Warnungen,die ihm während des Jahres 1574 zugingen, sein Misstrauen nicht

gli elettori concorreäsero nella persona sua, egli non se ne contenterebbeamando di esser piuttosto ricco duca che povero imperatore" (Ven. Cop.,vgl. Tron's Relation bei Alberi I. 6, 183).

1) Ueber Brandenburgs damalige territoriale Anliegen vgl. Droyscn,Gesch. der preuss. Politik II. 2, 477/8.

2) Die von Schneidt mitgeteilten Aktenstücke zusammen mit den Er-gänzungen bei Kl. II bieten für die Vorgeschichte der Wahl ein ziemlichvollständiges Material.

3) Hegenmllllers Relation (Schneidt p. 44/5).