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1 (1882) 1576 - 1582
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(Jebrigens Hessen die Feldzttge seiner Söhne am Wiener Hof überdie wahre Gesinnung der Pfälzer keinen Zweifel aufkommen.

Die Bemühungen des Kaisers um die niederländische Paci-fication hingen aber mit seinem dringenden Wunsch zusammen,die Wahl seines ältesten Sohns zum römischen König endlich durch-zusetzen. In Spanien suchte er sogar mit der Behauptung Eindruckzu machen, von dem niederländischen Ausgleich hänge überhauptdas Verbleiben der Kaiserkrone beim Haus Oesterreich ab. 1 ) Auchdie tatsächliche Milde, womit Maximilian die stets wiederholtenAusschreitungen der Pfälzer behandelte, hatte sicher ihren Hauptgrunddarin, dass man von Pfalz den meisten Widerstand in der Wahl-sache befürchtete. Die französischen Umtriebe waren allerdingsdurch die völlig veränderte Lage der Dinge so gut wie verschwun-den. Aber die Nassauer hielten noch an den unausgeführten Plänender früheren Jahre fest. Uranien verfehlte nicht in seiner Beglück-wünschung des neuen Königs von Frankreich die künftige Kaiser-

loghen, 8. Buch: Motley III, 10 ff; Gachard III passim, namentlich dieZusammenstellung von Aktenstücken p. 567 ff. Das Sehr, der vier rhein-ischen Kff. an den Kaiser vom 8. April und Maximilians Antwort vom 16.(18?) Mai 1574 Kl. II, 640/1; 670/1. Ueber den allgemeinen Wunsch derdeutsehen Fürsten, den niederländischen Krieg beendigt zu sehen, schriebRequesens an K. Philipp unter dem 8. März (Gachard III, 31). Ueber diekölnischen Vorschläge betreffs eines Ausgleichs vgl. Requesens an K-Philipp, 18. August; Bericht dos Unterhändlers Fonck. (ebd. 131/2; 140ff.)Interessant sind die Mitteilungen von Requesens über besondere Ausgleichs-vorschläge, die ihm der bairische Rat Dr. Halver vortrug und die Bai-erns Missstimmung gegen den Kaiser deutlich genug verrieten. Einzweiter bairischer Agent kam nach; sie behaupteten, der Herzog sei vonKurpfalz und Hessen zur Intercession aufgefordert worden (ebd. 170 ff;178/9; 205/6; 242; 260). Was Pfalz betrifft, so schreibt noch am 18.Dez. Dr. Jung aus Augsburg an Baiern: Kurpfalz habe einen Gesandtenbei Mainz gehabt ,,und wollt geren auch ein mitbendler sein, aber derkönig aus Hispania kan J. Ch. Gn. nit leiden" (Ma. 229/10). Uebrigensempfahl selbst der Papst den Ausgleich (Gachard III, 67).

1) Sehr. St. Goard's aus Madrid an Karl IX, 15. Mai, an HeinrichIII. 15. Okt. 1574 (Prinsterer I. 5, 5; 81). Requesens spricht in seinemSehr, an Philipp vom 15. Mai ebenfalls die Ansicht aus, die kaiserlichePaciflcation und namentlich die Sendung des Erzh. Ernst in die Nieder-lande würde auch die Wahl Rudolfs zum römischen König fördern(Gachard III, 85). Im gleichen Sinn (ohne aber den Erzh. zu erwähnen)äussert sich der venezianische Gesandte am Kaiserhof in seiner Depeschevom 18. Juli. (Ven. Cop.)