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Correspondenz mit Pfalz; der Kurfürst stehe nicht dermasseu bloss,wie manche dem König einreden wollten. 1 )
In der Tat war den Franzosen selbst nicht nur Conde's Aufent-halt in Deutschland, sondern auch das vertraute Verhältniss derPfälzer zu England ein Stein des Anstosses; 2 ) jeden Augenblickkonnte, so meinten sie, das längst gefürchtete Bündniss Elisabethsmit den Deutschen, zunächst mit Pfalz und Hessen, ins Lebentreten. Und Conde" war seit dem Sommer 1574 als Haupt undProtektor der Hugenotten anerkannt und zu Ende des Jahrs zumFührer einer hugenottisch - katholischen Conföderation erhobenworden, als deren eigentliche Seele ihm der kriegerische MarschallDamville zur Seite stand. Andererseits erfuhr Conde nur zu sehr,wie schwierig es sei, für eine grössere Aktion erst die Geldmittelzu schaffen; er blieb ohne Geld auch als Chef der französischenConföderation ein abhängiger Flüchtling, der mit den freundlichenWorten seiner deutschen Glaubensgenossen vorlieb nehmen musste.Kein Wunder, dass nach jenem ersten kriegerischen Anlauf, der zugar nichts geführt hatte, der Prinz den vom König eingeleitetenFriedensverhandlungen nicht widerstrebte; überdies zählte der Hofunter den Begleitern des Prinzen selbst seine Spione, währendEngland, die Schweizer, Savoyen ebenfalls einen Ausgleich befür-worteten. 3 ) Gleichzeitig suchte Heinrich III sich mit Johann Casimir.
1) Heinrich III an Friedrich, Lyon 26. Oktober; Autwort, Neusehloss27. November (Kl. II, 727/8; 759 ff.; über die Werbung Lyencourt's beiJohann Casimir ebd. 757/8). Ueber Fregoso's "Werbung bei Hessen undKöln vgl. Kl. II, 772 3, über seine beruhigenden Mitteilungen in Frank-reich die Depesche Alamanni's auB Lyon, 27. Dezember (DesjardinsIV, 33).
2) Ueber den Verkehr Weyers mit dem englischen Gesandten amfranzösischen Hof vgl. Dale's Berichte vom 9. August 11. 29. September(CaleDdar 1574 p. 537/8; 553/4; 560); Heinrieh III an La Mothe, Lyon1. Oktober (Mem. de Castelnau III 432; dass Weyer auch mit GiacomoManucci, einem italienischen Agenten in englischen Diensten, viel ver-kehrte, sagt ein Sehr. Katharina's gl. Datums, ebd. 433; über Giacomo,
I der mit Weyer schon im Frühjahr zu Paris verhandelte, vgl. Calendar1574 p. 344; 476; 486; 493/8; 501; 538).
3) Im Juli hatten Friedrich und Johann Casimir noch einen selbst-verständlich fruchtlosen Vere-ach gemacht, den Kf. August zur Geld-Unterstützung oder Bürgschaft für Condö zu vermögen (Kl. II, 710 ff.).Am 30. Juli konnte Beutterich bereits an Crato schreiben: „Condaei conatus
_. irritos fuisse intelligimus apud Germanos. Itaque quoniam haec non suc-eessit, alia ineunda erit via" (Breslau). Letzteres dürfte sich auf die