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Honig zu nehmen. So finden wir im Winter und Frühjahr 1574den Dr. Weyer wieder am französischen Hof, um weitere Subsidienfür den niederländischen Zug zu erwirken und nochmals über dieBedingungen einer „Verständniss" zu verhandeln. Wir dürfen an-nehmen, dass die Pfälzer den letzteren Punkt ihrerseits nur vor-schoben, um zu dem Geld zu kommen; Weyer's Berichte stelltender Aufrichtigkeit der französischen Regierung ein übles Zeugnissaus und Zuleger arbeitete ohnedies unermüdlich gegen jedenengeren Anschluss an Frankreich. 1 ) Ein Antrag der Stadt Bern,Friedrich möge mit andern deutschen Fürsten einen Friedenzwischen dem König und den Hugenotten vermitteln, stammteebenfalls aus trüber Quelle; er war, wie sich herausstellte, vondem königlichen Gesandten in der Schweiz veranlasst, um diedeutschen Vermittler und die kriegslustigen Hugenotten einanderzu entfremden. 2 )
Vergebens drängten die alten Unterhändler Schomberg, La Per-sonne und Fregoso in Heidelberg und Cassel; man wollte zunächstden aus Polen heimkehrenden und von Karl IX angekündigtenMarschall von Retz abwarten. Uebrigens gab die Autwort Friedrichsan Fregoso, die auf freie Religionsübung und Einberufung derStände als die einzigen Heilmittel hinwies, von vornherein wenigHoffnung. 3 ) Früher als Retz trafen die aufregenden Nachrichten
1) Ueber Weyers Aufenthalt und Verrichtungen in Frankreich vgl.die spärlichen Nachrichten bei Kl. II, 624; 677; 680/1; 687-, Kl. Zweipfälz. Gesandtschaftsberichte p. 29; 55; eine Zeitung aus Frankreichvom 7. April 1574 (Calendar 1574 p. 486). Nach einem Sehr. Zulegersvom 22. Januar (Prinsterer I. 4, 328) wäre Weyer schon damals inFrankreich gewesen. Ausser den 16000 Kronen, die Frankreich für dasnassauisch-pfälzische Unternehmen weiter liefern sollte, betrieben diePfälzer auch die Auszahlung der französischen Pension von 6000 Kronen,die für Köln bestimmt war (Zuleger an Graf Johann, Heidelb. 20. April,Kl. II, 647; Schomberg an denselben, April, Prinsterer I. 4, 384/5; vgl.Supplement p. 165*; „die bewusste Person" Zulegers, wie der „alteDeutsche" Schombergs ist sicher der Erzb. von Köln, vgl. Kl. II, 851).
2) Der Berner Antrag vo 19. April, Friedrichs Antwort vom 30. AprilKl. II, 643 ff. 652 ff. Ein warnendes Sehr, aus der Schweiz vom 22. AprilMb. 90/1 schreibt den Königlichen die Absiebt zu, „ut, si quas vobisconditiones pacis probarint, quas aeeipere postea nostri recusent, tum vosprorsus a nobis abalienent". Sachsen und Hessen, denen Friedrich denAntrag mitteilte, antworteten ablehnend (Kl. II, 654 ff.)
3) Ueber die Anwesenheit von Fregoso, Schomberg, La Personne in.Heidelberg, Frankfurt und Cassel April 1574 vgl. Kl. II, 647; 656. 673;