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1 (1882) 1576 - 1582
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werflichen pfälzischen Kriegspolitik. Auch die pfälzische Heiratwurde jetzt dem Gestürzten zur Last gelegt und in Sachen derKaiserwahl sollte er gleichfallsdenen zu Gutem, davon er dieReligion gelernt", intriguirt haben. *) August ruhte nicht, bis derUnglückliche, der seine angeblichen Staatsverbrechen auch in derTortur nicht gestehen wollte, seinen körperlichen und seelischenQualen erlegen war.

Johann Casimirs fanatische Gemahlin erhob auf die Nachricht,dass ihr Vaterdie Zwingler gekriegt" habe, ihr Herz dankbar zuGott; sie erteilte ihren Eltern den sehr unnötigen Rat, die Gefangenennicht aus der Hand zu geben, da man sie in Heidelberg mit Freu-den aufnehmen würde. Der sächsische Gesandte, der eben demKurfürsten Friedrich die unfreundliche Weisung überbrachte, ersolle seine Schwiegertochter bei ihrer Religion bleiben lassen,vermied es über die Katastrophe zu sprechen. August selbst wiesjede Fürbitte energisch zurück; als vollends Friedrich es wagtefür die Verhafteten ein gutes Wort einzulegen, empfing er eineAntwort, die über sein jetziges Verhältniss zu Kursachsen keinenZweifel mehr gestattete. August erinnerte an den AugsburgcrReichstag und sagte ganz offen, Friedrich und seine Theologen hättenmit der A. C. keine Gemeinschaft; gerade der verdächtige Beifallder Pfälzer habe ihn nicht am Wenigstenzu solchem billigen Eiferund Einsehen bewegt." Uebrigens solle Friedrich sich nicht derDinge annehmen, die ihn nichts angingen, sondern lieber seineeigenen Ratgeber genauer ansehen, die schon viel unschuldiges Blutvergossen hätten und den Kurfürsten noch einmal in ein Bad führenkönnten, woraus ihm zu schwimmen unmöglich sein werde. Alsaber Friedrich den Briefwechsel fortsetzte und von lutherischemPapismus sprach, brandmarkte August die calvinische Lehre alsdie Predigt der Revolution und bat zuletzt ihn für die Zukunftmit dieser Sache zu verschonen. 2 )

Grosse Freude erregten dagegen die Nachrichten aus Sachsenin Rom; der Papst glaubte jetzt den günstigen Augenblick wahr-nehmen zu müssen, um die Bekehrung des Kurfürsten durchzu-

1) Viehauser an Baiern, Prag 28. April 1575 (Ma. 230/3 f. 279).Darüber, dass August auch an Praktiken zu Gunsten der Ernestinerdachte (!), vgl. Weber, Kurfürstin Anna p. 379. Den unglücklichenCracov erklärte später Schomberg , der so viel mit ihm verhandelt hatte,in einem Sehr, an Heinrich III (18. Juni 1580, Pb.) für einenennemyde V. M et tout le support des Huguenotz."

2) August an Friedrich, 1. Juli 1574 (Heppe II, Beilagen p. 111 ff.);Friedrich an August, 28. Juli (Kl. II, 713/4 nebst Anm.).