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1 (1882) 1576 - 1582
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grösserer Lebhaftigkeit als im vorigen Jahr. In welcher FormSchomberg diese schwierige Frage behandelte, sehen wir am Deut-lichsten aus dem Bericht, den Ludwig von Nassau an einen hessi-schen Staatsmann, Simon Bing, gelangen liess. Der Gesandte hattedem Grafen erklärt, Karl IX wünsche, um der Verwandlung desReichs in eine österreichische Erbmonarchie vorzubeugen, dringenddie Erhebung eines protestantischen Reichsfürsten zur römischenKönigswürde und wolle dieselbe mit Polen zusammen gegen Spaniendurchsetzen helfen. Sollten es aber die Fürsten vorziehen denKönig selbst zu wählen, so werde derselbe die Reichsverfassung auf-rechthalten, das Reich aller Contributionen entledigen und einendauernden Frieden mit den Türken zu Wege bringen. Eine ver-traulicheCorrespondenz" der deutschen Protestanten mit Frank-reich und Polen sollte die unumgängliche Grundlage ihres gemein-samen Vorgehens gegen Spanien und dessen deutsche Anhängerbilden. Der Graf übernahm es, diese Vorschläge an Hessen zubringen. Schomberg liess zu Frankfurt, wo die Gesandten der Kur-fürsten eben über den begehrten Durchzug des Polenkönigs berieten,bei den Vertretern Kursachsens vorsichtig sondiren und zunächstauf die Notwendigkeit hinweisen, endlich einmal das Haus Oester-reich bei einer Neuwahl zu übergehen. *)

Dass die Frankfurter Versammlung einstimmig beschloss, demKönig Heinrich freien Durchzug durch das Reich zu gewähren, war

La H. I, 178 (mit falscher DatiriiDg, wie fast immer); 186 ff. (wonachdie Schrift zum grossen "Verdruss des Grafen in Genf gedruckt und aufder Frankfurter Messe vertrieben worden wäre). TJeber die Gerüchte,dass Spanien selbst nach der römischen Krone strebe oder sie wenigstensin der Person eines Erzherzogs dem Haus Habsburg sichern wolle, vgl.Schomberg an Anjou, 10. Febr.; Karl IX an St. Goard, 17. März;Karl IX an Schomberg, 22. März (Prinsterer I. 4, 30*; 33*; 40*)5du Ferrier an Karl IX, April (Charriere III, 380 A.); 3. August (ebd.417 A.); eine französische Zeitung vom 23. Juli (Calendar 1573 p. 392).Motley, The rise of the dutch republic II, 478/9 und Noailles II, 235behandeln die von Schomberg mitgeteilten Nachrichten über Philipps Ab-sichten als Tatsache, während sie gar keine Wahrscheinlichkeit haben.

1) Ludwig von Nassau an Simon Bing, 18. August (s. oben); einebonne lettre" Ludwigs an den Landgrafen selbst erwähnt Schomberg(an Katharina, 19. Aug., Noailles III, 504/5); vgl. Zeitschr. f. preussGesch. "V. (1868), 94. Ueber den Frankfurter Tag vgl. Kl. II, 587 ff.;Noailles III, 493 ff.; über die formalen Mängel desDecrets vom 17. Aug.ebd. 512/3. Kl. Fr. p. 471 lässt nicht ganz genau Schomberg selbst mit denkursächsischen Gesandten zu Frankfurt verhandeln, vgl. Noailles III, 504.