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1 (1882) 1576 - 1582
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aber den eifrigsten Anhängern des französischen Königshauses nurfür die erste Etappe auf dem Weg zureuropäischen Monarchie",wie man die Hegemonie in Europa, das Ziel des französischen undspanischen Ehrgeizes, damals nannte. Längst hatte Schomberg esausgesprochen: wir müssen Polen um jeden Preis haben,und zwarum nachher noch höher zu steigen". Selbst ein so grimmiger Hu-genottenfeind, wie der alte Blaise Monluc entwarf nach der WahlAnjou's ein politisches Programn ganz im Geiste Coligny's. Polenund Frankreich mit den Türken verbunden könnten das ganzeübrige Europa in Schach halten; mit dem Tod des Kaisers müsseauch die römische Krone einem der königlichen Brüder zufallen;Anjou solle mit Rücksicht darauf die Tochter eines mächtigenReichsfürsten, ohne Ansehen der Religion, heiraten. Er erinnerte audie Prophezeiungen, die auf einen neuen allmächtigen Kaiser Karlaus dem Haus Frankreich hinwiesen. 1 )

Diese Stimmung wusste Ludwig von Nassau durch Erinnerungan seine vor der Bartholomäusnacht gegebenen Verheissungen nochzu steigern; der französische Hof, der ohnedies seit dem BesuchKursachsens in "Wien und den spanischen Pacificationsversuchenernstlich fürchtete, demnächst durch eine neue habsburgische Kaiser-wahl überrascht zu werden, 2 ) ergriff das frühere Projekt mit

kais. Mt.werde sich beschämbt (nennet eB in welscher sprach sver-gognato und scornato, welches über di mass scharpfe wort seind) findenindeme sie alsbald warhaft befunden alles, was derselben er geprophe-ceiet gehabt" (Haberstockh an Baiern, Wien 29. Nov., Ma. 230/12).

1) Commentaires de Blaise de Monluc V, 318; 324. Auch in Spa-nien wurde die polnische Wahl so aufgefasst: ,,que ceste eslection estsignifficative d'oster ä la maison d'Austriche l'Empire, et au contrairefondement et chemin asseurö de le transferer en celle de France"(St. Goard an Karl IX, Madrid 9. Juli, Prinsterer I. 4, 92/3*).

2) DieRemonstrance faicte au roy par le conte Ludovic de Nassau",Siegen 1. Juni 1573 (bei Prinsterer I. 4, 81*90*) wurde dem Königdurch den Herrn von Chastelier, einen Hugenotten in kgl. Diensten(vgl. oben p. 24 A.), zugestellt. La Huguerye, Ludwigs Sekretär, er-zählt , dass er sie verfasst habe, und gibt ein freilich vielfach abweich-endes ReBume (I, 162 ff.), das aber doch in manchen wichtigen Punktenmit dem obigen Schriftstück zusammentrifft und vielleicht auf ein früheres,dann umgearbeitetes Ooncept zurückgeht (vgl. z. B. die Stellen über dieGesinnung der deutschen Fürsten vor der Barth.-Nacht Pr. p. 84* undLa Hug. 1, 162, hie und da-selbst wörtliche Anklänge, wie Pr. 89*:pour le faire baigner au sang de ses subjectz", La H. p. 163:,,pour se saouler du sang de ses plus fideles subjectz" u. a. m.) "Vgl.