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Empfang nehmen. *) Freilich verschwand von den 100000 Talern,die dem Pfalzgrafen und durch ihn dem Grafen Ludwig ausbezahltwerden sollten, eine nicht geringe Summe in den Taschen des elen-den Marschalls von Retz. 2 ) Trotzdem hatten jetzt die Nassauer,wie Schomberg in seinem Landsknechtstil an Graf Ludwig schreibt,„dasjenige, was zum Tanze gehöret. Ihr krieget es in einer Summeund krieget es bar und an dem Ort, da ihr es euch wünschensollet." 3 )
Schomberg, der übrigens die energische Ausnützung dieses Vor-teils von Seiten der Nassauer und Pfälzer bezweifelte, war festüberzeugt, dass wenigstens den französischen Interessen die Bewil-ligung der Subsidien bedeutenden Vorschub leisten werde. Er hatteseit jenem Besuch zu Kaiserslautern nicht nur in Hessen, sondernauch in Braunschweig und in Sachsen wieder anzuknüpfen gesuchtund war dabei mit Jobann Casimir und mit Graf Ludwig in Füh-lung geblieben. 4 ) Kurfürst August verhielt sich, wie zu erwarten,
1) Ueber die ursprüngliche Auffassung der Bürgschaft eines deut-schen Fürsten vgl, die Frankfurter Stipulationen zwischen Gr. Ludwigund Schomberg (Prinsterer I. 4, 45*); später beschränkte man sich dar-auf, die Zahlung der Subsidien dadurch möglichst wenig auffällig zumachen, dass sie zunächst an Johann Casimir, beziehungsweise dessen"Vertreter in Sachen der französischen Rückstände Cratz erfolgte, alsoden Eindruck machen musste, dass es sich um die Kriegsschulden von1568 handle. Vgl. die Urkunden, wodurch sich J. 0. vor einer nach-träglichen Beziehung dieser Lieferung auf jene Kriegsschulden sicherstellte, Mb. 90/7 (Orig. Verschreibung Schombergs vom 23. Aug., Copieneiner kgl. Erklärung vom 28. Sept. und der Quittung J. C. über denEmpfang von 270000 livres vom 21. Okt., dazu eine eigenh. BemerkungJ. 0. auf dem Umschlag). Der Zahlungsbefehl des Königs vom 23. Sept.(ebd. Cop. des eigenh. Or.) schärft dem Zahlmeister ein: „Mais survostre vie, que personne que la royne madame et mere n'entende ce quedessus, d'aultant qu'il Importe grandement pour le bien de mon Servicequ'il soit tenu secret." Von den Nassauern wurde keinerlei Obligationoder Bescheinigung verlangt; sie sollten die Summe als „eine freiekönigliche Gabe" erhalten (Prinsterer I. 4, 98*), bekamen sie übrigenserst im Dezember, gelegentlich der Reise des Polenkönigs, zu Heidelberg(ebd. 4, 384; 8, 491).
2) Nach La Huguerye (I, 191) 40000 livres, „que ledict s* mareschalretint pour son pot de vin;" vgl. L'Estoile, Journal de Henri HI, II, 411.
3) Schomberg an Gr. Ludwig, Paris 29. Sept. (Prinsterer I. 4, 207 ff.).
4) Vgl. Barthold a. a. O. p. 240 ff.; Soldan II, 530. Seh. Verkehrmit Johann 0 asimir vermittelte u. a. der Herr de la Personne, von demschon Zulegers Sehr, vom 8. Nov. 1572 spricht (Prinsterer I suppl.p. 135*), vgl. Moser IV, 368/9; 481.