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1 (1882) 1576 - 1582
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Oranien schrieb seinem Bruder, lange werde auch er sich nichtmehr halten können.

Bei der damaligen Stimmung der Königin Elisabeth, die ebeneinen Handelsvertrag mit Spanien abschloss, und bei den geringenMitteln der wenigen deutschen Stände, die für die NiederländerSympathien hatten, blieb wirklich Frankreich die einzige Zuflucht.Graf Ludwig drängte trotz seiner eignen schlimmen Erfahrungendoch wieder und wieder zum engen Anschluss an das Haus Valois.Die Franzosen ihrerseits fürchteten die Möglichkeit eines Ausgleichszwischen Spanien und den Nassauern und suchten namentlich den unbe-rechenbaren Grafen Ludwig sich selbst vom Leib zu halten; Schomberg,der neben Fregoso die Verhandlungen mit ihm führte, erklärte ihndem König gegenüber füreinen höchst gefährlichen Menschen",dem man durchaus Gelegenheit schaffen müsse, seine Unternehmungs-lust anderwärts zu befriedigen. 1 ) Oranien freilich liess sich auf dievon seinem Bruder angeknüpften Verhandlungen nur widerwillig ein,aber schon die französische Geldhülfe denn von einem offenenKrieg gegen Spanien wollte man in Paris nichts wissen war indiesem Augenblick äusserster Erschöpfung von unschätzbarem Wert.

Die Subsidien sollten übrigens zur Vermeidung allen Aufsehensscheinbar an einen deutschen Fürsten geliefert werden und hiefürliess sich endlich Kurfürst Friedrich gewinnen, bei dem Johann vonNassau ausserdem die Bewilligung eines ansehnlichen pfälzischenVorschusses ? ) durchsetzte. Johann Casimir, der sich vor einemAbzug der neuen französischen Zahlungen von den ihm gebührendenRückständen urkundlich sicher stellte, liess durch seinen VertrautenCratz von Scharfenstein die königlichen Hülfsgelder zu Metz in

1) Prinsterer I. 4, L ; über die Angst der Franzosen vor einem Ver-gleich Oraniens mit Alba vgl. die Depesche Alamanni's vom 27. April(DesjardinsIII, 875 ;e questo 6 il maggior timore che abbino i Francesi").Schomberg hemühte sich schon im März den Grafen Ludwig zu über-zeugen , dass alle auf friedliche Beilegung zielenden Schritte Spaniensund des Kaisers keineswegs ernst gemeint seien und nur die Vereitelungder nassauischen Unternehmungen bezweckten (Prinsterer I. 4, 46/7*),

2) Vgl. Kl. H, 576 ff.; es waren nach Ehems Mitteilung 50000 fl.(die Bpätere Proposition des Grafen Johann an die Staaten von Hollandund Seeland, 16. Juli 1578, rechnet die pfälzische Schuld nur zu 45000 fl.,vgl. van de Spiegel, onuitgegeven stukken I, 33 ff.), für deren Rück-zahlung die Nassauer das Amt Siegen zum Pfand setzten (Instr. Gr.Johanns für seinen an die von Holland abgeordneten Sohn WilhelmJuni 1579, Idstein).