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1 (1882) 1576 - 1582
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erklärte und für den Fall, dass Anjou in Polen gewählt würde,seine Unterstützung gegen jedermann antrug, konnte das Zutrauendes Unterhändlers nur bestärken. Schomberg berührte sogar dieAngelegenheit,die dem König vor allen andern am Herzen liegt",das heisst die Frage der römischen Königswahl und glaubte ausden Reden Johann Casimirs entnehmen zu können, dass PfalzVater und Sohn günstig gesinnt seien und selbst Mainz von Heidel-berg aus bearbeitet werde. 1 )

Der Gesandte, dem der junge Pfalzgraf trotz aller schönenWorte einen Besuch am väterlichen Hofe durchaus widerraten hatte,setzte seine Reise über Frankfurt nach Hessen fort., Unterwegsbrachte er den Grafen Ludwig von Nassau zu einem Vertragsent-wurf, der den Franzosen gegen offene oder geheime UnterstützungOraniens die Erwerbung von Holland und Seeland in Aussichtstellte. Ausserdem förderte der Nassauer die Werbung Schombergsbeim Landgrafen Wilhelm; selbst dieser vorsichtige Fürst liess sichsoweit ein, der Königin Elisabeth die Verbindung mit Alenconbrieflich zu empfehlen und wenigstens indirekt auch für das pol-nische Projekt zu wirken. 2 ) Inzwischen versicherte Johann Casimireinen zweiten französischen Bevollmächtigten Viart, der wegen derrückständigen Kriegsschulden gekommen war, wiederholt seiner auf-richtigen Ergebenheit gegen das Haus Valois. Er bedauerte aus-drücklich, dass er sich im zweiten Hugenottenkrieg durch die Vor-spiegelungen falscher Ratgeber habe verführen lassen gegen denKönig zu ziehen; Gott sei sein Zeuge, dass er nicht die geringsteLust habe jetzt den Hugenotten wieder Truppen zuzuführen. Auchgegen Viart liess er sich über die kurpfälzischen Räte heftig aus,die ihn selbst für einen französischen Pensionär erklärten und dasMisstrauen seines Vaters gegen Frankreich aufrecht zu haltensuchten. Was er eigentlich zu erreichen hoffte, darüber liess erViart wie Schomberg durch andere aufklären; eine gewöhnlichePension schien ihm eines Fürsten nicht würdig, dagegen wünschte erzum General der königlichen Pensionäre deutscher Nation ernannt zuwerden. Diese teure und politisch bedenkliche Stelle überhaupt zuschaffen fiel natürlich den Franzosen gar nicht ein; sie dachten, derjunge Fürst, der sich durch ihre Bemühungen um seine Personoffenbar geschmeichelt fühlte, werde mit der Zeit auch billiger zuhaben sein. 3 )

1) Schomberg an Karl IX. 23. März (Moser IV, 349).

2) Vgl. Soldati II, 525 ff.

3) Vgl. das oben eitirte Sehr, des Präsidenten Viart an Karl IXvom 1. April; Schomberg an Karl IX. 4. April (Moser IV, 384); Ant-