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1 (1882) 1576 - 1582
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erkennen leicht jenes Gerücht von den ehrgeizigen Planen desKurfürsten August, das gerade damals wieder auflebte und von ver-schiedenen Seiten absichtlich genährt wurde. Herzog Albrecht aberverhielt sich den Mahnungen des Cardinais gegenüber, die immerdeutlicher und heftiger lauteten, ziemlich ablehnend.*)

Gleichzeitig dachten auch die Spanier, durch die Haltung desKaisers und das Auftreten Kursachsens in der niederländischenFrage gereizt, die eifrigen Katholiken unter den Reichsständen ineiner Liga zu vereinigen. Philipp II. correspondirte über den Plan,wenigstens die den Niederlanden benachbarten Fürsten zu gewinnen,mit Alba und Granvela; der Kurfürst von Trier kam überdies denWünschen des Königs entgegen, indem er im Februar 1569 demHerzog von Alba eine Liga mit den geistlichen Kurfürsten, demBischof von Münster und dem Herzog von Jülich vorschlagen liess.Aber Alba, der die deutschen Fürsten gut kannte und von Seitender Protestanten für die Niederlande nichts befürchtete, hielt vor-sichtig zurück. Granvela erklärte ganz offen einen derartigenPlan für aussichtslos. 2 ) Jedenfalls waren aber die Pfälzer voll-kommen im Recht, wenn sie, gegenüber der sächsischen Vertrauens-seligkeit den Zusammenhang derPfaffen" mit Spanien behaupteten;sie erwarten, schrieb Ehern,nicht weniger ihres Erlösers Albaals die Juden ihres Messias."

Das Haupthinderniss für eine spanisch-deutsche Liga lag inder Politik des Kaisers, der sowohl eine offene Herausforderungder deutschen Protestanten als auch das unmittelbare EingreifenPhilipps und mehr noch des ihm verhassten Alba in die Reichs- ,händel durchaus vermeiden wollte. Wir sahen bereits, wie übel esihm in Madrid vermerkt wurde, dass er auf die Reichsfürsten über-haupt noch Rücksichten nahm. Der stolze Alba gab in einem aus-führlichen Schreiben an Philipp seiner Verachtung der kaiserlichenSchwäche und Hinterlist unverhüllten Ausdruck; er traute Maxi-milian sogar den Gedanken zu, mit Hülfe Frankreichs die Nieder-

1) Vgl. <T.e Corresp. des Cardinais mit Albrecht V. (Sept. 1568 bisMärz 1569) bei Wimmer p. 81 ff.

2) Schon am 12. Sept. 1568 schreibt der Gesandte Chantonay anAlba:seria bien despertar al duque de Baviera, ä los archiduques yotros eclesiästicos poderosos" (Coleccion XXXVH, 435). Vgl. weiterhinPhilipp an Alba, 12. Jan. 1569 (ebd. 530); Alba an Philipp, 11. März10. Mai 1669 (Col. XXXVIII, 9; 68; 79); Philipp an Granvela 12. März;Antwort vom 22. April 1569 (Gachard II, 73; 84).