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1 (1882) 1576 - 1582
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kröne. 1 ) Wenn aber insbesondere die Heidelberger ängstlich indie Zukunft blickten, so waren sie biezu durch eine Keihe vonAnzeichen deutlich genug aufgefordert. Allerdings hatten die prote-stantischen Mitstände die fernere Verfolgung der bedenklichenpfälzischen Bekenntnissfrage so ziemlich fallen lassen; auf demErfurter Tag (September 1566), der die weitere dogmatische Aus-einandersetzung zwischen Heidelbergern und Lutheranern regelnsollte, war dieselbe zunächst verschoben worden. Aber die Haltungdes Kaisers und Wolfgangs in der oberpfälzischen Sache Hess keinenZweifel darüber, dass Friedrich von Seiten seiner Hauptgegnerimmer noch das Schlimmste befürchten durfte. So loyal der Kur-fürst sich wiederholt gegen kaiserliche Gesandte aussprach, so be-reitwillig er auf einen neuen Eeichstag einging und den Kaiserseiner guten und gehorsamen Gesinnung versichern liess, sein Ver-hältniss zum Reichsoberhaupt blieb doch ein höchst gespanntes.Friedrich trug übrigens das Seinige dazu bei, indem er, wie einkaiserlicher Rat erzählt, nach dem glatten Verlauf einer Audienzin privato colloquio sogrob" redete, dass es brieflich nicht zuwiederholen sei. Seine Mahnung an den Kaiser, mehr in der Bibelzu lesen und die Abgötterei abzutun, war auch nicht geeignet dieStimmung zu verbessern. In der Tat wagte ein anderer kaiser-

1) "Wenn in einem Heidelberger Ratsprotokoll vom 8. April 1567u. a. das Gerücht erwähnt wird,das Spanien suchte romischer kunigzu werden" (Mb. 95/4), so geben uns hierüber die Berichte des veneziani-schen Gesandten Giov. Michiel vom Kaiserhof nähere Auskunft; alsseine Quelle nennt er freilich diecameriera maggiore" der Kaiserin.Am 6. August 1567 schreibt er dem Dogen, die Sendung des HerrnLuis Venegas (der in Sachen der Niederlande sowie der "Verlobungzweier Töchter des Kaisers mit dem König von Portugal und dem spani-schen Infanten nach Wien abgefertigt war) beziehe sich eigentlich vorAllem darauf,che il re cattolico ricerca con grande instantia, primache si effettui il matrimonio della principessa Anna nel principe Carlo d'esser eletto re di Romani." Dann kommt er am 13. November aufdiese Sache zurück und berichtet, der Kaiser habe sich jetzt entschlossen^,di condiscendere a satisfare al re di Spagna nell' elettione del re de'Romani, ma non della persona sua, ma in quella del principe Carlo suofigliuolo" ; er wolle desshalb mit Sachsen und Brandenburg in Prag zu-sammentreffen, Pfalz durch den Herzog von Baiern zu gewinnen suchen;auf die geistlichen Kff. glaube man mit Zuhülfenahme von Geld rechnenzu können. (Ven. Copp.) Sollte diese Angabe richtig sein, so musstein Spanien jedenfalls bei dem Zustand des Infanten der kaiserliche Vor-schlag den Eindruck einer Ablehnung machen.