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mit. Stolz an seine Teilnahme am Triumph des Vaters erinnert.Seine Gegenwart in den schweren Tagen hat ihn auch gewiss demHerzen Friedrichs noch inniger verbunden und nebenbei seinemgeschichtlichen Bild eine gewisse geistliche Färbung verliehen, dieihm eigentlich nicht zukommt.
Johann Casimir war keineswegs ein Ungläubiger, ein Frei-'.denker, aber ebensowenig ein starrer Calvinist. So huldigte er indem unerfreulichen Streit über die Einführung der Kirchenzuchtder milderen Eichtung; das Luthertum betrachtete er nicht wiesein Vater mit persönlicher Abneigung und wiederholt hofften dieLutherischen den lauen Anhänger Calvins zu sich herüberzuziehen.Aber die Confession seines Vaters, die er in seiner Jugend ohneviel Nachdenken angenommen haben wird, verband sich allmählichuntrennbar mit seinem politischen Programm und so blieb er ihrgetreu, in der richtigen Erkenntniss, dass die ausschliessliche Herr-schaft des Luthertums den deutschen Protestantismus von, den aus-ländischen Religionsverwandten völlig absondern und damit Deutsch-land in dem Kampf gegen die katholische' Reaktion lahmlegenmüsse. Dass Johann Casimir die Notwendigkeit dieses Kampfeseingesehen hat, ist zweifellos; in allen wirklich kritischen Lagender evangelischen Sache finden wir ihn bereit sie in Frankreich,(in den Niederlanden, im Reich mit gewaffneter Hand zu vertreten,und damit hat er sich ein tatsächliches Verdienst um den Pro-testantismus erworben.
Aber diese Kampflust beschränkte sich nicht auf die Augenblickeeiner höchsten gemeinsamen Gefahr und nicht auf die Wahrungder protestantischen Interessen. Kurfürst Friedrich musste sichbei seiner angebornen Friedensliebe zur Kriegspolitik zwingen,seinem Sohn steckte sie im Blut. Er war der rechte Neffe deswilden Markgrafen Albrecht und ein echter Vorläufer jener fürst-lichen Condottieren des dreissigjährigen Kriegs; er hat selber ge-sagt, man brauche einen neuen Herzog Moritz und MarkgrafenAlbrecht. Und nicht nur seine Politik, seine ganze Persönlichkeit
sionis illius sociis, qui coram aderant, et absentium principumaliorumque ordinum legatis ipse exhiberem et proponerem;" wobei nur das„electoribus", da Sachsen und Brandenburg am 24. Mai nicht zugegenwaren, ungenau, aber durch den stehenden Ausdruck: die Kur- undFürsten wohl erklärlich ist. Uebrigens wurde diese zweite VerantwortungFriedrichs vor den A. C. Verwandten (24. Mai) mit seiner ersten vordem gesammten Reichstag (14. Mai) schon sehr früh durch einen leichtbegreiflichen Irrtum verwechselt.