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1 (1882) 1576 - 1582
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Friedrich durch die Statthaftigkeit seines ältesten Sohnes undkünftigen Nachfolgers berührt werden; in seinem eigenen Hauserwuchs ihm der einstige Zerstörer seines Lebenswerks. Schondachte er ernstlich daran, die Statthalterschaft Ludwig abzunehmenund seinem zweiten rechtgläubigen Sohn Johann Casimir zu über-tragen ; nur die dringenden Warnungen der Räte verhinderten dieseMassregel, welche nicht allein in der Oberpfalz den glimmendenBrand zu hellen Flammen entfacht, sondern auch anderwärts be-denkliches Aufsehen erregt hätte. Mischten sich doch schon ohne-dies die unversöhnten Gegner Friedrich's in den unangenehmenHandel. Pfalzgraf Wolfgang belobte und förderte die Oppositionder Landstände gegen eine Irrlehre, die ,,sub poena exclusionis' vomReligionsfrieden" verboten sei. Das Gleiche tat der Kaiser, der dieStände sogar an den letzten Reichstag erinnerte und damit indirektseine damalige Verurteilung des Kurfürsten wiederholte. DiesesSchreiben brachte der kaiserliche Rat Zasius nach Amberg, der zuAugsburg am Eifrigsten gegen den Pfälzer gehetzt hatte. Friedrichliess ihm freilich sagen, er möge bei nächster Gelegenheit wiederabreisen, und schrieb an Maximilian einen groben Brief, worin ersich „dieses Eurer kais. M. Anmassen" nachdrücklich verbat. Aberer konnte damit die Wirkung des kaiserlichen Einschreitens beiseinen Untertanen nicht wieder aufheben. Als er Ende Januar 1567das Fürstentum verliess, schied er als ein Besiegter.

Noch niemals hatte er sich so isolirt gefühlt; fast seine ganzeFamilie und Verwandtschaft stand gegen ihn, ein alter Freund,Christoph von Würtemberg, hatte seine Verurteilung betrieben.„Mein Schatz weiss wohl", schrieb seine treue Gattin, „dass ihmder Teufel und alle Menschen feind sein." Während aber derfreundlose Fürst sich im Reiche selbst von allen Seiten zurück-gestossen sah und die Vollstreckung der Acht gegen seinen sächsi-schen Schwiegersohn mit Recht als einen gefährlichen Anlass zuweiteren Gewaltschritten betrachtete, trat gleichzeitig das Gespensteiner allgemeinen papistischen Reaktion furchtbarer als je vorseinen Blick. Noch in Augsburg waren ihm insgeheim Enthüllungenüber ein angebliches Bundniss zwischen dem Papst, den geistlichenReichsfürsten und Spanien gemacht worden; die deutschen Ketzersollten hauptsächlich mit spanischen Streitkräften zu Paaren ge-trieben und mit Pfalz der Anfang gemacht werden. *) Gleich daraufrüstete Alba seinen Zug gegen die niederländischen Rebellen. Damitwar, so schien es, das Schwert gezückt über alle Evangelischen.

1) Kl. II, 522/3; vgl. ein Sehr, an Eheni, 22. Jan. 1568 (Mb. 108/4f. 334; vgl. f. 270).