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leid: „ich will mich nicht überheben, ich habe mich immerum Demut bemüht mit Hülfe der heiligen Jungfrau, diealler Demut Meisterin ist." Also nicht der Priester istvollkommen, vollkommen ist nur die Institution, sie istunabhängig von ihrem Träger, unantastbar in ihrer Hei-ligkeit und unantastbar in ihren Gnaden Wirkungen. Dasist gewiß nichts Originelles an dem Dichter, ist weiternichts als festes katholisches Dogma. Aber die Ent-schiedenheit, mit der er für die Kraft und Weihe desPriester Standes eintritt, die zweifelsfreie Sicherheit, mitder er in ihm und in ihm allein die Rettung von allemÜbel der Welt sieht, — das hat doch etwas Großes beieinem Mann, der sonst garnichts Festes und Erhebendesauf Erden finden kann, der überall nur Teufel und Schuldund Sünde sieht und ihre Last an sich selbst empfindet.Er ist so durchdrungen von der Idee der StellvertretungGottes durch den Priester, daß er, so kühn wie konse-quent, beide in Parallele zueinander rückt, wenn er vondem Menschen das Bekenntnis verlangt:
5032 'sin (des Priesters) ivirde ich nicht heimkern vor dl der iverlde trost.mich hat sin lere irlost(jutlich von rninen sunden.'mensche, sust saltu leundenGote lob, dem priestre danc.
Er kann die Earben nicht stark genug zu seinem Preisewählen:
2288 reiner priester, nie wis vro !
niemant dich vol loben mac
bis an den jungesten tac.
Der Priester speist den Menschen, wie Habakuk denDaniel in der Löwengrube (8212 ff.), der Priester istder Klee, von dem der Mensch wie eine Biene den Honigder Lehre saugt (1754 ff.), der Dichter wird nicht müde,den Menschen immer wieder an diesen Gnadenvermittlerzu verweisen: von en wirt din leben lanc 5038, von imwirstu entladen aller diner missetat 6812, selikeit durch sie