Kapitel I.
Überlieferung.
Die aus dem Kreise des Deutschen Ordens stammendepoetische Bearbeitung des Propheten Daniel ist in fol-genden beiden Hss. überliefert:
S Hs. H. B. XIII. poet. germ. 11 der Kgl. Landes-bibliothek zu Stuttgart, perg. 14. oder Anfang 15. Jh.Die Hs. ist ein Sammelkodex von Ordensdichtungen undenthält außer dem Daniel x ) folgende Stücke: Esdras undNeemyas 2 ), Judith 2 ), Hester 3 ), Makkabäer 4 ), endlich Hes-lers Apokalypse 5 ). Die erste Beschreibung der Hs. gabHelm (Makk. Einl. p. V ff.); Ergänzungen dazu bietet dieEinleitung der Danielausgabe auf p. Vff. Die Hs. ist indrei Kolumnen geschrieben, jede zu 54 Zeilen. Der Da-niel füllt die Blätter l a bis 26»
K Hs. 890 1 * der Königl. und Universitätsbibliothek zuKönigsberg, perg. 15. Jahrh. Sie enthält den Hiob 6 ),den Barlaam B,udolfs v. Ems, den Daniel, das Marien-
1) herausgeg. als Bd. 19 der Deutschen Texte des Mittelalters.
2) Eine Ausgabe beider Dichtungen hat Hering versprochen(Untersuchungen über Judith, Diss. Halle 1907, Vorwort).
3) unzulänglich herausgegeben nach der Berliner Hs. von K.Schröder in Bartschs Germ. Studien, Bd. 1, 246 ff.
4) herausgeg. von Helm, Liter. Verein Stuttgart, Publ. 233.
5) herausgeg. von Helm nach der Danziger Hs. als Bd. 8 derDeutschen Texte des Mittelalters.
6) herausgeg. von T. E. Karsten als Bd. 21 der Deutschen Textedes Mittelalters.
Palaestra CI. 1