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turnet urteilende die tocider israhelisclier lochter anhengende;Claus Cranc: sus habet ir vertumet di tochter von israhel.Die letzte Stelle ist derart, daß man zweifeln kann, obdie Erklärung, die in den vorigen Fällen angewendetwurde, auch hier stichhält. Andrerseits wage ich nicht,auf Grund dieser einen Stelle eine Abhängigkeit desClaus Cranc vom Daniel als sicher zu behaupten. HätteClaus Cranc bei seiner Übersetzertätigkeit den Danieldurchgehends verglichen, so müßte der Einfloß der poeti-schen Paraphrase bei ihm weit deutlicher hevortreten.
Kapitel VIII.
Charakteristik des Dichters.
Daß der Daniel und sein Dichter in den Kreis desDeutschen Ordens gehören, wird hinlänglich bewiesendurch die Angaben am Eingang und Schluß des Gedichtes.In der Vorrede wird das Werk den Rittern des Deut-schen Ordens gewidmet (32—47); die Nachrede berichtet,daß es auf Veranlassung des Hochmeisters Luder v. Braun-schweig verfaßt worden ist (8304 ff.), dem bekanntlich dieLitteratur des Ordens die stärksten Anregungen zudanken hat. Während seiner Hochmeisterjahre (1331—1335) ist die Vollendung des Daniel erfolgt. Die Ver-mutung Helms, daß der Dichter sein Werk bald nachLuders Wahl zum Hochmeister beendet habe (Makk.p. XC), die auf Grund der Verse 8321 ff. (bruder Luder,dem orden homeister hie geworden genant der dutschenheren) freilich nahe liegt, läßt sich nicht halten. Die Ab-hängigkeit des Daniel von Tilo v. Culm schließt eine sofrühe Datierung aus (vgl. p. 143 f.). — Über die Person-