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Tanz und Spiel sind ihm nur Quellen der Sünde. Manwird ja gern glauben, daß dabei auch einmal meitlichezucltt linc gepruvet wurde (2936), aber seine Strafe zeigtden Zeloten:
2938 nach disme selben schallenentstet iteh ein ewic tot.
Auch der Ehe gegenüber hat er gewiß den Standpunktdes Apostels Paulus geteilt. Wenn er die Teufel darüberberatschlagen läßt, wie der Mensch Gottes Freundschaftzu entziehen sei, und sie zum Schluß auf das sichersteMittel verfallen: Gebt ihm ein schönes Weib zur Frau;sofort verläßt ihn die Andacht, und die Sünde zieht beiihm ein, — so läßt er erraten, wie er denkt. Eines soherzerfrischenden Bekenntnisses zum Segen der Ehe, wiees uns an dem Arzt Heinr. v. Neustadt erfreut (Got. zuk.7882ff.), wäre er jedenfalls mit andern geistlichen Dich-tern des Mittelalters nicht fähig gewesen.
Aber wo die Menschen versagen, hat ihm vielleichtGrottes Herrlichkeit, wie sie sich in der Natur offenbart,das Herz erfreut ? An Gelegenheit, das zu zeigen, fehltees nicht. Die große Tugendallegorie, wo er fünfzehnmalhintereinander allerlei Blumen und Pflanzen zu beschreibenhat, bot Raum die Fülle. Aber die einzelnen Beschrei-bungen sind im ganzen trocken und schematisch, auf denallegorischen Zweck hin zugestutzt, dem sie dienen sollen.Innere Anteilnahme fühlt man nicht durchbrechen. DasNützliche an den Pflanzen interessiert ihn mehr als dasSchöne. Ihre medizinische Verwendbarkeit wird ange-geben; ihre botanische Existenz, wie sie wachsen und wosie wachsen und wozu sie dienen und was aus ihnenwird, wird eintönig und kühl hergezählt. Die Beob-achtungsgabe, die sich schon früher gelegentlich in rea-listischen Einzelzügen seiner Scheltreden wahrnehmenließ, bewährt er auch hier, man vergleiche etwa die ein-gehende Beschreibung der Gerste 2307 ff. Er ist auchgarnicht außer Stande, ein Naturbild wiederzugeben. Esliest sich ganz schön, wie er 2406 ff. vom Hafer erzählt,