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Preis will er sein Buch schreiben, daz ez tuge der iverldewol zu lere (26 ff.). Ein stab uf den Gotis ivec soll seineGlosse sein (5503), gut ist sie unde nutze, wand sie dersunden pfutze wol Jean leren umme gen und an Gotis dienstesten (1649 ff.). Predigen, lehren, bessern will er, nichtsweiter.
Die Pflicht des Seelsorgers, die er auf sich ruhenfühlt, duldet nichts neben sich. Er hat keine Spur vonhistorischem Interesse, sonst hätte es gerade an diesemStoff in Erscheinung treten müssen. Viel bezeichnenderals die wenigen sachlichen Erläuterungen, die er Kom-mentaren entnommen hat, ist in dieser Beziehung dieFülle dessen, was er ihnen nicht entnommen hat. Diegeschichtliche Verbindung der einzelnen Kapitel des Da-niel, die historische Persönlichkeit des Propheten undsein Verhältnis zu seinen heidnischen Herrschern, dieAufeinanderfolge der einzelnen Weltmonarchieen, dieKämpfe zwischen Alexander und Darius, zwischen Syrienund Ägypten, wie sie den Visionen zu Grunde liegenund von den Kommentaren in vollster Breite entwickeltwerden, — all das kümmert ihn im Grunde nicht. SeinInteresse erwacht erst, wenn ein Kommentar den NamenAntichrist fallen läßt; ihn zu nennen und ein Kapitel desTextes auf ihn zu orientieren, läßt er sich keine Gelegen-heit entgehen. Dabei weiß er ganz wohl, daß die ver-schiedenen Gesichte auf historischen Verhältnissen be-ruhen, an zwei Stellen geht seine Glosse wirklich aufdas Historische ein. Aber in beiden Fällen sieht maneine Nebenabsicht durchschimmern. Die Vision von Kap. 2,Nabuchodonosors Traum von dem Standbild auf tönernenFüßen, deutet er, wohlgemerkt nach einer langen geist-lichen uzlegunge, ganz richtig auf die einzelnen Welt-monarchieen, aber nur weil er darin eine heilsame Lehresieht für iverltliehe vursten, die sich hie lazen dursten nachcrem unde landen (1127 ff.). Ebenso ist ihm wohl bewußt,daß in Kap. 8 unter dem Kampf' des Widders mit demZiegenbock der Streit zwischen Alexander und Darius