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Daniel, eine Deutschordensdichtung
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lichkeit des Dichters gibt das Werk keinen Aufschluß.Seinen Namen verschweigt er, er gibt nur zu erkennen,daß er geistlichen Standes war. Diesem gelten nämlichdrei von seinen Strafpredigten; er schilt die Prediger(2639 ff.), die Mönche (2721 ff.) und die Priester (3061 ff),und in dieser Gruppe kommt seine Selbstanklage:3073 ir wüstet den wingarten

Cristi, des ir hie warten

soldet in gantzem vlize.

mir einen ich daz wize,

wand ich ez habe getan.Einige Verse gestatten, wie schon Helm bemerkthat (Makk. p. XC), den Schluß, daß der Dichter bereitsin höherem Alter stand, als er den Daniel verfaßte. Erentschuldigt folgendermaßen beim Leser Eehler des Vers-baues und Fehler in der deutschen Sprache:55 nu wil ich vurbaz eben

uch allen bitten daz ir

sullet gar vertragen mir

ob ich,.die ryme breche,

daz dutsch nicht rechte spreche.

doch wil ich es bewaren.

wand ich bi minen jaren

nie dutsche buch gemachet

habe, da von nicht Sachet

zu mir die vergezzenheitlGoedeke hat vermutet (Gr. I, 262), daß der Dichterin Ungarn gedichtet habe, eine seltsame Annahme, diedurch nichts zu stützen ist und offenbar auf folgenderStelle beruht:

8308 von sines (Luders) stammis guete

entsproz der tilgende vas,

Elyzabet, die hie was

zu Ungern des Tcunges kint;

heilic ist sie worden sint

bi Gote in eiuikeit.Hieraus folgt natürlich nichts für einen Aufenthalt desDichters in Ungarn; denn hie heißt: hier auf Erden.

Ein Priester also ist der Dichter, und sein Werkträgt aufs deutlichste diesen Stempel. Zu Gottes