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7086. 7283). Auch einige Gedanken der Apok. findensich im Daniel wieder, freilich keiner so originell, daß erdas Vorbild unbedingt nötig macht. Dan. 3459 ff. heißtes, Gott versucht niemanden über das Maß seiner Kräfte,derselbe Gedanke steht Apok. 2228ff.; Dan. 2673ff. rätder Dichter den geistlichen Lehrern, erst sich selbst zubessern, ehe sie andere bekehrten, ebenso heißt esApok. 320ff.; Dan. 3393ff. preist beide in gleicherweiseglücklich, den Bekehrenden wie den Bekehrer; in etwasprägnanterer Form erscheint derselbe Gedanke Apok. 733 ff.Liegt also auch eine so nachhaltige Beeinflussung, wie siebei den Makkab. zu beobachten war, hier nicht vor, so be-steht doch vielleicht ein tieferer innerer Zusammenhang.Die Apok. konzentriert sich um den Antichrist, dasreligiöse Problem, das wie kaum ein anderes das Mittel-alter beschäftigt hat. Die ausführliche Erzählung vomKommen und Stürzen des Antichrists bildet durchaus denGipfel von Heslers Buch; die Angaben, die er selbstin der Einleitung macht, lassen keinen Zweifel darüber(1273—1302). Er hält zwar das Erscheinen des Anti-christs nicht für unmittelbar bevorstehend, wie etwaHeinr. v. Neustadt, der den Antichrist schon geborenglaubt (Got. zuk. 5022ff.). Gleichwohl bestimmt er seinBuch durchaus für den praktischen Zweck, zur gegebenenZeit den Menschen vor dem betrügerischen Antichrist zuwarnen, indem es seine Lügen und Listen aufdeckt (1295 ff.).In so ausgesprochener Weise war nun freilich für denDanieldichter der Antichrist nicht Ausgang und Zielseines Werkes. Aber man vergegenwärtige sich den In-halt des Daniel und seine Betrachtungsweise. Den Kerndes Textes bilden ebenfalls die mystischen Visionen, derenZusammenhänge mit deneu der biblischen Apok. demGeistlichen natürlich bekannt waren. Und diese Visionendeutet er zwar nicht alle, aber doch soweit es ging, aufden Antichrist, d. h. er ergänzt gewissermaßen HeslersBuch, indem er weitere Prophezeiungen verdeutscht, diedas Erscheinen des Antichrists vorherverkünden. Damit
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