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Daniel, eine Deutschordensdichtung
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offenbar abhängig von Tilo. Aber es ist ganz bezeichnend fürihn, daß Übereinstimmungen mit Tilo doch nur in dennormalen Füllungen begegnen wie sunder haz, ane var,ane ivanken, ane spot, ane schräm, ane misseivende, sunderivan u. a. Tilos Originalitätswut, die die Worte nichtwild genug wählen kann (an alle cluternis 2884, an allenvalschez luder 4072, sunder allen ividerschach 192 u. a.)macht er nicht mit.

3) Apokalypse.

Der Daniel citiert an zwei Stellen eine gereimtedeutsche Apokalypse'):

7263 sioer äisse glose welle han,der suche sie ane wanvon des Endecristes tat.Apocalipsis sich hatbewerrit mit dirre schriftin eines capitils trift,das drizende ist ez zwar ;dutschen stetis offenbarzu rime wol gemachet.

2142 von uch hie stete wichet,edlen boume, gar der zornden Johannes sach bevorn,als er bezuget alhiwol in Apocalipsi,dem buche dutschen bekant.

Die Annahme ist von vornherein gegeben, daß damitHeslers Apok. gemeint ist; und das läßt sich durchsprachliche Berührungen als sicher erweisen. Die Verse12322 ff. der Apok., auf die das zweite Citat anspielt,zeigen deutlich den Einfluß ihres Wortlauts in den Versen2150 ff. des Daniel, als deren Parallele sie herangezogenwerden:

1) Über die drei Stellen, die nur auf die Apok. ohne weiterebezeichnende Angaben verweisen (5959 ff. 6538 ff. 7385 ff.), ist p. 129 f. ge-sprochen.

Palaestra CI. 10