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Daniel, eine Deutschordensdichtung
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nur auf Heslers Apok. gehen (vgl. p. 145). Ob aberalle Hinweise in derselben Richtung zu beziehen sind,ist keineswegs so sicher, wie Helm meint (Makk. p.LXXVIIIAum.), und zwar aus folgendem Grund. Heslers Werkunterbricht bekanntlich die Übersetzung des biblischenTextes von Kap. 12,9 bis Kap. 21 und ersetzt dasFehlende durch einen großen Einschub über den Auti-christ und das jüngste Gericht (1775120472). Kap. 13und 20 stellen also gerade die Grenzen des Abschnittesdar, der bei Hesler fehlt. Umso deutlicher sind wenig-stens für zwei von den genauen Kapitelangaben im Da-niel die Beziehungen zu den entsprechenden Kapiteln derbiblischen Apokalypse. Dan. 7,1925 steht inhaltlichApok. 13,18 so nahe, daß der Hinweis des Dich-ters zweifellos diese Übereinstimmungen meint; und nichtanders verhält es sich mit Dan. 12 und Apok. 20. Nurfür d ; e dritte Stelle, den Schluß des 11. Kapitels unseresDaniel, der auf Apok. 13 verweist, besteht kein so evi-denter inhaltlicher Zusammenhang zwischen dem Danielund der biblischen Apok. Jedenfalls kann kein Zweifelsein, daß der Dichter bei den zahlenmäßigen Kapitel-angab en zunächst die Parallelerzählungen der lateinischenApok. im Sinne hatte. Aber der Gedanke an HeslersYerdeutschung mag wohl an allen Stellen im Hinter-grunde liegen. Die falsche Angabe hinsichtlich der Ka-pitelzahl muß dann auf einem Irrtum beruhen: derDichter hat nicht gegenwärtig gehabt, daß die Stückeder biblischen Apok., die er gerade im Auge hatte, beiHesler fehlen oder vielmehr ersetzt sind.

Die Glosse zu Kap. 8 ist ebenfalls ersetzt durchden Hinweis auf zwei andere deutsche Schriftwerke. DerText erzählt von dem Kampf des Widders mit demZiegenbock, und der Dichter deutet das ganz richtig aufden Kampf zwischen Darius und Alexander (Hist. schob198,1455 Dff.). Statt eigener Glosse sagt er 6202ff.:wer nu die glose truten tvelle, der sal ir warten in jener buche