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bei Jerusalem lag (Pass. 269,40). Wenn sich auch dieAbweichungen des Daniel von der L. aurea ganz gut ausden Einwirkungen anderweitiger schriftlicher oder münd-licher Tradition erklären könnten, so ist doch die Legendaschwerlich als direkte Vorlage anzusetzen. Jedenfallsschloß sich aber die Quelle des Dichters eng an dieLegenda an; denn ihr Wortlaut schimmert auch im Da-niel noch an einigen Stellen deutlich durch: von des todeverterben solde der Juden riclie 3970 = per cuiiis mortemJudaeorum regnum deleri deberet; in wisem mute bedachtlies Salomon versenken dis holts nnde vertrenlcen 3978 =Salomon igitur lignum praedictum ... demergi fecit; we-niger sicher der swi e c an allen orten uf wuchs zu eimeboume gros us des grabes sounie unts Salomon buwen pflacden tempel 3944 = qui plantatus in arborem magnam crevitet usque ad Salomonem perduravit. — Nur ein Zugerscheint im Daniel, der weder in der Legenda nochim Pass. einen Anhalt findet und auch sonst ohne Pa-rallele ist, soviel sich an der Hand der Zusammenstel-lungen Meyers feststellen läßt: das Kreuzholz muß alsWaschbank dienen, nachdem es aufgetaucht und ans Ufergetrieben ist (4001 ff.). Das ist eine Banalisierung, dieganz wohl durch mündliche Tradition verschuldet seinkann und vermutlich auf einen Passus zurückgeht, deneine andere verbreitete Version der Geschichte zeigte:proiecerunt eam (sc. trabem) in probaticam piscinam, tibiabluebantur Corpora mortuorum animalium, qttae in temploofferebantur (Meyer a. a. 0. 147) 1 ).
Glosse zu Kap. 5(4761—5048). Von jetzt an werdendie Glossen zunehmend kürzer und einfacher im Inhalt,
1) Wie solche Entstellungen zu stände kommen konnten, zeigtetwa das Beispiel Heinrichs v. Freiberg, in dessen Legende aus diesemZuge geworden ist:
777 ff. er (der Weiher) icas trüebe und unsuber gnuoc,ican man dar inne tvuosch und truociegliches Juden toten lip,wenn sie gesturoen, man und trip.