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die den Schluß der Glosse bildet (4397—4492), ist dieTechnik des Citierens nicht dieselbe; zweimal wird Davidals Zeuge genannt (4429. 4469) und einmal ein Selbst-zeugnis Christi aus Matthäus angeführt, also Neues Testa-ment. Trotzdem wird anzunehmen sein, daß auch dieseFortsetzung schon in der Quelle stand. — Die Art, wieder Dichter die verschiedenen Elemente der Glosse ver-bunden hat, verdient Lob. Er verliert über der langenPassion niemals den Grundgedanken, eben den VergleichChristi mit dem Baum, aus den Augen und ist bemüht,durch eingestreute Hinweise diese Eiktion in dem Leserlebendig zu erhalten.
Der Text der Kreuzholzgeschichte folgt inallem wesentlichen der Fassung, die die Legende in der Le-genda aurea des Jacobus aVoragine hat (ed. Graesse,p.303),doch so, daß die divergierenden Angaben, die der Kom-pilator Jacobus einfach nebeneinanderstellt, zu einer ein-heitlichen Darstellung zusammengezogen sind. Nur ineinigen untergeordneten Zügen weicht der Daniel ab:Seth wird von Adam ins Paradies geschickt (3922 f.), ergeht nicht selbst. Das Kreuzholz wird nicht als Stegüber einen beliebigen See gelegt, sondern dient als Brückeauf einem zum Tempel führenden Wege (3956 ff.). DerStamm wird nicht in die Erde vergraben, sondern in denSee versenkt (3979 ff.). Der Engel Gottes kommt täglich,nicht bloß um den See in Wallung zu setzen, sondernum den heiligen Stamm zu begrüßen (3995 ff.). Diewenigen von der L. aurea abweichenden Züge haben dasgemein, daß sie sich aus anderen Versionen der sehr be-liebten Legende belegen lassen 1 ). Der Zug, daß der Wegzum Tempel führte, auf dem das Holz lag, findet sichauch im Passional (ed. Koepke 268, 55 ff.), ebenso die beiJacobus fehlende Angabe, daß die probatica piscina dicht
1) Vgl. die Zusammenstellung der verschiedenen Legendenformenbei W. Meyer, Die Geschichte des Kreuzholzes vor Christus, Abh. derKgl. bayer. Ak. d. Wiss. I. Cl. XVI. Bd. IL Abt.