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dem Teufel verfallenen Menschen, und so wird die Glossein eine ganz andere Richtung gedrängt, die einer Par-allele in der Geschichte entbehrt; gleichwohl werdenElemente aus ihr auch weiterhin benutzt, nur eben jetztohne vernünftige Entsprechung: die Fürsprecher werdengespeist mit den guten Werken, die der Mensch vorseinem Sündenfall beging, sie treten nach drei Jahrenvor den Teufel, aber nicht als Knechte, sondern alsFechter für den Menschen. Und nun ist eine Art Ge-richtsverhandlung vor dem Teufel angefügt, in der sie denMenschen befreien. — Die Entwicklung ist durchsichtig:zu Anfang stimmen Geschichte und Glosse zueinander,dann entfernt sich die Glosse, doch so daß sie durch dieÜbereinstimmung der Motive noch in Berührung mit derGeschichte bleibt, zum Schluß geht sie ganz eigene Wege.Die Teilnahme des Priesters am Schicksal des armenSünders gewinnt die Oberhand.
Was die äußere Form der Glosse anlangt, so seischon hier auf ein Stilgesetz hingewiesen, das die Ge-staltungsweise des Dichters stark bestimmt. Er hat eineausgeprägte Neigung, entsprechende Teile entsprechendzu formen. So ist z. B. die kurze Rekapitulation dessen,was aus dem Inhalt der Geschichte die Grundlage derGlosse bilden soll (in unserer Glosse 337—344), durchausstereotyp. Sie findet sich, wenn auch sehr verschiedenlang, in jeder Glosse nach den einleitenden Worten.Noch deutlicher wird dieser Trieb zur Parallelität, woes sich um die Gliederung von ganzen Abschnitten han-delt, die innerlich verwandt sind. Die 4 Abschnitte453ff., die Daniel, Anamas, Azarias und Misahel als An-wälte der Menschen vor dem Teufel zeigen, geben einBeispiel: jeder Teil beginnt mit der Nennung des Na-mens in seinem übertragenen Sinn, dann folgt überalleine Invektive gegen den Teufel in direkter Bede, dieihre Krönung in einem Bibelspruch findet. Natürlich istdas Gesetz nicht starr". So schließt Abschnitt 1 mit demCitat ab (488), während die 3 andern noch weitere Verse