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Daniel, eine Deutschordensdichtung
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meisten folgenden die Glosse auf einer solchen Über-setzung des Eigennamens. Er fußt dabei, wenn auchgewiß nicht direkt, auf des Hieronymus Liber de nomi-nibus Hebraicis (Migne, Patrol. 23). Von den 16 Eigen-namen, die der Dichter übersetzt, stimmen 14 mit denBedeutungen bei Hieron. überein, wenn man von Ver-wechslungen wie Jodkim und Jojakim absieht. Es weichtab nur Durum, das Hieron. durch loquens wiedergibt(Patr. 23,879), der Daniel durch schonde (1671 f.). Ganzfehlt ferner bei Hieron. Darius, das nach 5518 f. bedeutetvruchlberJceit oder der da merit hört. Woher diese Deu-tung stammt, weiß ich nicht.

In Kap. 1 werden folgende sechs Namen übersetzt:347 ff. Nabuchodonosor = der da sitzet betrübet itnde hitzetewiclicli in einer stat, clage unde jamer hat (Hieron., Patr.23, 870 sessio in agnitione angustiae), 361 ff. Joachim = derda Gote ist irhohet geböte odir eine vreude ist (ib. 869Jojakim = Domini resurrectio vel Domino suscitante), 408Sennaar = stanc (ib. 828 excussio dentium sive fetor eorum),415 Daniel = Gotis gerichtc (ib. 885 iadicium Dei vel iudicatme Dens), 417 Ananias = genade (ib. 879 gratia Dei),

419 Azarias = hülfe oder craft (ib. 867 adiutor Dominas),

420 Misahel = heilhaft (ib. 879 quae salus Domini).Daß diese Namensauslegung wirklich den Kern derGlosse bildet, um den sie sich herumbaut, nicht etwaetwas Sekundäres, das nur der Ausschmückung dient,kann nach dem Zeugnis des Dichters selbst nicht zweifel-haft sein und ist für spätere Glossen im Auge zu be-halten, wo dieser Mittelpunkt nicht so ohne weitereserkennbar ist. Denn die Glosse beginnt mit dem Hinweisauf die Namen 332ff.: die glose Got nu sende, uch allen,daz ir verstet uzlegunge, wie die get. uns namen des be-richten, und sie schließt ebenso bezeichnend 554 f.: nu sintdie sechs namen dir uz geleget mit glosen.

sionals übernommen worden sind (vgl. Tiedemann, Passional und Le-genda aurea, Palaestra 87, p. 23 f.).Palaestra CI. 8