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gilt dasselbe, was die Auslassungen nnd Zusätze lehrten:soweit sie sich in bescheidenen Grenzen halten, werdensie vom Dichter selbst herrühren; nehmen sie etwasgrößeren Umfang an, ist er unselbständig. Die meistenunbedeutenden Umstellungen sind einfach durch die Reim-bequemlichkeit hervorgerufen, z. B. 1365—77, 4529—37,4572—79, 6075—81, 6636—52 u. ö. Zuweilen glaubt manaber aucli hier beabsichtigtes Eingreifen zu erkennen.Man vergleiche:
5387 su hant kiez der Jcunic her Dan. C, IG tunc rexpraecepit: et
Danyeln nach irre ger adduxerunt Danielem et miserunt
breiigen. Darius sust sprach: eum in lacum leonam. dixitque'din got, dem du hie gevach Danieli: Deus tuus, quem eolishast gedient, irlose dich.' 1 semper, ipse liberabit te.
do imirfen sie en vientlichin der leioen gruft alda.
Gewiß sehr ordentlich, wie der Dichter umstellt,aber doch ein bischen pedantisch und phantasielos. Nichtminder deutlich ist das Beabsichtigte der Umstellung7,4, wo es von dem einen apokalyptischen Tier heißt:aspiciebam, donec evulsae sunt alae eins et sublata est deterra et super pedes quasi homo stetit et cor hominis datumest ei ; auch hier bringt der Dichter das sublata, wie eres versteht, gehörig ans Ende: selbe icart sie nicht vundenvurbas me uf der erden 5740.
In einigen Fällen gehen die Umstellungen indessenüber dieses kleinste Maß hinaus. In Kap. 13 wird denVersen 30 ff., wo Susanna vor den Bichtern steht, dieReihenfolge 30. 33. 31. 32. 35. 34 gegeben, eine sehr ge-schickte Änderung; namentlich werden die Klagen derAngehörigen, die die Vulgata in den Versen 30 und 33auseinanderreißt, auf diese Weise in eins zusammenge-zogen. Ganz ähnlich liegt es 3771 ff. Hier ist ein Lob-gesang des Nebukadnezar (4, 31 ff.) zusammenhängendwiedergegeben, der im Bibeltext durch Zwischenschubvon Vers 33 in^wei Stücke zerschnitten ist. Ebenso wardie Absicht der Umstellung 3648 ff. (4,16) zwei RedenNebukadnezars in eine zusammenzuziehen; und so ver-