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(5357), und von dem Erzieher, der nichts tut als dieKnaben vor den König führen, heißt es grimmig: opfertesiner geivalt disse knechtel tvol gestellt 295 f. Von Danielwird nachdrücklich hervorgehoben, daß er die Herrschaftüber Land und Leute ablehnt, die der König ihm an-bietet (895), ebenso daß er sich von heidnischem Gebrauchfrei hält (908f.). Namentlich Susanna hat das Herz desDichters. Ihre Arglosigkeit wird hervorgehoben (7505),ihre Standhaftigkeit gegenüber den Alten breiter erzählt(7790ff.), namentlich ihre Schamhaftigkeit mit sichtlicherTeilnahme geschildert, wie sie mit verhüllten Blickenvor den Richtern steht, damit niemand durch den Glanzihrer Augen in Versuchung komme (7618 ff.). An solchenStellen mag der Dichter für ein paar Zeilen unabhängigsein. Dasselbe gilt gelegentlich, wo der Priester zuWorte kommt, so wenn er von der Buße spricht (6335ff.)oder Gottes Größe preist (3635ff.); auch in zwei kleinenKampfschilderungen (6962 ff. 7226 ff.) geht er über dieBibel hinaus. Aber im ganzen sind solche Zusätze, indenen das Interesse am Erzählten den Dichter ein wenigaus sich herausgehen läßt, vereinzelt und von kurzemUmfang.
Der größte Teil aller Zusätze stellt kleine Erweite-rungen dar, wie sie sich bei einer poetischen Übersetzungvon selbst ergeben, die dem Wortlaut der Vorlage nichtstreng folgen kann oder will. Oft genug sind sie gar-nicht beabsichtigt, sondern einfach durch den Zwang desReims hervorgerufen. Eine gewisse Gewähr dafür, daßein Zusatz vom Dichter freiwillig getan wird, bestehtdeshalb eigentlich nur, wenn er nicht ein Reimpaar ver-vollständigen mußte. Ein Beispiel mag zeigen, wie böseLängungen der fortgesetzte Reimzwang hervorrufenkonnte:
249 äo disse rede vernam Dan. 1,14 qui audito sermone
Malazar ir nicht irquam, huiuscemodi
sunder er geztvihete.gantz urloiib er lihete