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Daniel, eine Deutschordensdichtung
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tenen Stellen, deren Verständnis allein aus Hieronymusheraus garnicht möglich war. 8,16 et audivi vocem viriinter TJlai fehlt nach 6105 deshalb, weil durch einenÜbersetzungsfehler der Vulgata TJlai zu einem Tor stattzu einem Bach gemacht wird. Priesterliche Decenz istes wohl, wenn in der Geschichte von Susanna und denbösen Richtern bei 13, 32 at iniqui Uli iusserunt ut dis-cooperiretur verschwiegen wird: ut vel sie satiarentur de-core eins.

Es beibt ein Rest von wenigen Auslassungen, fürdie eine Erklärung nicht ohne weiteres gegeben ist unddie wohl z. T. schon der Vorlage des Dichters angehören.So fehlt z. B. in 5,31 et Darius Medus (Dan. 4757 derTiunic von Fersen lantl) successit in regnum annos natussexaginta duos ohne ersichtlichen Grund die Altersangabe.Weiter fehlt nach 3712 omnia liaec venerunt super Nalju-chodonosor 4,25, nach 652 (exceptis diis,) quorum non est cumhominibus conversatio 2, 11, nach 6565 (intellexitque sermo-nem ;) intelligentia enim est opus in visione 10,1 und nochhie und da kürzere Stücke. Die Beispiele zeigen, daßdie Streichungen im ganzen wenig charakteristische,sachlich unbedeutende Bemerkungen treffen; sie fallenüberhaupt nur auf, weil man beim Dichter Treue zumText gewöhnt ist.

3) Zusätze.

Es ist schon darauf hingewiesen, daß der Dichtergerade in den Zusätzen aufs stärkste von Kommentarenabhängig ist (p. 87 ff). Zumal wo es sich um inhaltlicheZutaten handelt, ist er sicherlich so gut wie immer un-selbständig. Nur eine Gruppe von Zusätzen ist wohlauszunehmen, solche nämlich, die die Tendenz verraten,die Helden des Gedichts herauszustreichen und ihreGegner herunterzusetzen. In dieser Beziehung ist dieÜbersetzung etwas subjektiver gefärbt als die Vulgata,die rein sachlich erzählt. Daniels Gegner kommen schlechtweg. Ihre Schadenfreude wird besonders hervorgehoben