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Das ist deswegen sehr beachtenswert, weil wir Nie. v.Lyra auch sonst in der geistlichen Dichtung des Ordensbenutzt finden, nämlich in den Makkabäern (Einl. p. LV)und vor allem im Hiob (Deutsche Texte des MittelaltersXXI, p. XLIIIf.). Zunächst scheinen zwar chronologischeGründe eine Abhängigkeit des Daniel von Nicolaus aus-zuschließen; denn der Überlieferung zufolge wurde derKommentar des Nicolaus erst nach seinem Tode (1340)herausgegeben. Da aber für den im Jahre 1338 beendetenHiob die Benutzung der Postilla völlig außer Frage steht,so ist auch für den nur wenige Jahre älteren Daniel dieMöglichkeit direkten Zusammenhangs mit Lyra durchauszuzugeben. Wenn ich trotzdem zögere, die Postilla alsunmittelbare Quelle des Dichters anzusetzen, geschiehtes deswegen, weil eine durchgängige Benutzung diesesKommentars zweifellos nicht erfolgt ist, vielmehr füreine Reihe von Zusätzen innerhalb des übersetzten Textesbei Nicolaus keine oder doch keine treffenden Parallelenzu finden sind, wohl aber bei anderen, namentlich in derPostilla des Hugo a St. Caro a ). Die Buntheit, die dieZusätze des Dichters ihrer Herkunft nach zeigen, dazudie Erwägung, daß er aller Wahrscheinlichkeit nach eineinheitliches Werk benutzte, drängt fast zu der Ver-mutung, daß seine Quelle eine Compilation aus einigenlandläufigen Kommentaren darstellte, unter denen dannimmerhin die Postilla des Nie. v. Lyra gewesen sein kann.Ist also auch das Quellwerk, aus dem der Dichterschöpfte, nicht bestimmt zu fixieren, so verlangt doch dieFülle dessen, was sich als entlehnt erweisen läßt, dieeigene Tätigkeit des Dichters, namentlich was Zusätzeund Erweiterungen angeht, möglichst gering anzuschlagen.
Fast noch größere Schwierigkeiten findet der Ver-such, die selbständige Arbeit des Dichters herauszu-geben-. Dan. 634. 644f. 1398—1402. 3716f. 3720. 5100. 5403. 6085ff.6124 f. 6185 ff. 7086—89 u. ö.
1) Auch liier mögen einige Zahlen genügen: Dan. 606f. 679.1620f. 3587. 3589. 7062f. 7114—18 u. ö.