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des Traumes von der Bildsäule (1119ff.), nur daß diesebeiden Stücke dem Text nicht eingefügt, sondern alsGlosse angefügt sind.
Die Einwirkung des Kommentars zeigt sich durchdas ganze Gedicht, aber mit wechselnder Inten-sität. Zu Anfang am stärksten, nimmt sie allmählichab und ist für die Kapp. 5—7 nur an wenigen Stellensicher zu belegen. Dann mehren sich mit der wachsendenSchwierigkeit des Stoffes die Fälle wieder, namentlichKap. 11 ist reich an Belegen. In den Schlußkapiteln 13und 14 scheint der Dichter ganz selbständig zu über-setzen. Sehr merkwürdig ist, daß mehr gegen das Endedes Daniel dem Dichter eine Reihe von Mißverständnissenbegegnet sind, vor denen ihn jedes größere Kommentar-werk hätte schützen müssen, z.B. 6180f. 7128ff. 7370f.7380 ff. Ob sich das aus der Beschaffenheit seiner Quelleoder aus seiner Art, sie zu benutzen, erklärt, weiß ichnicht zu sagen.
Die Frage bleibt nun, welche Kommentare derDichter herangezogen hat. Er selbst nennt nur die Hi-storia scholastica (1162. 5123) und überläßt die Fest-stellung der übrigen einem Suchen, das bei der Ufer-losigkeit der mittelalterlichen Katenenlitteratur von vorn-herein wenig Aussicht auf Erfolg hat. Man kann keinsder populären Erklärungswerke (Hist. schol., Glosa ordin.,Glosa interlin.) aufschlagen, ohne gelegentliche Berüh-rungen mit dem Daniel zu finden; deshalb braucht aberdie Entlehnung durchaus nicht aus dieser Quelle zustammen. Wahrscheinlicher ist, daß dem Dichter nebender Hist. schol. ein einheitliches Werk vorgelegen hat:so geringfügige Zusätze und Erklärungen, wie sie dieBeispiele aus Kap. 1 zeigen, wird sich ein Übersetzerschwerlich aus mehreren Kommentaren zusammensuchen.Schon aus Kap. 1 ist ersichtlich, daß der größere Teilder Zusätze Parallelen in der Postilla des Nie. v. Lyrafindet, und ebenso steht es in den folgenden Kapiteln *).
1) Für einige deutliche Fälle seien wenigstens die Zablen ge-