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3) o:u (gelobet: houbet 1139).
Nicht ergiebiger sind die Konsonanten:
1) s für seh (meisen : heischen 4047).
2) Vergröberung von h zu ch im Inlaut (lihet: wichet 2021?).
3) ht statt kt im Praet. (z.B. schihte: gesihte 728).
4) Abfall vom echten ch {drilch: spil 5698).
5) Nasalierung von g (prain [== prangen] : train 4774).
Diese Kriterien sind für einen sicheren Schluß zuvereinzelt und nicht charakteristisch genug. Bei unsererlückenhaften Kenntnis des Ostd. kann es Zufall sein,wenn sich für irgend eine seltenere sprachliche Erschei-nung kein Beleg findet. — Spuren des Schles. liegen vorin dem vereinzelten ä : ti, vielleicht auch in dem doppel-deutigen gelobet : houbet (vgl. p. 48). Auch die Verhärtungvon h zu eli kommt schles. immerhin vor (ßückert,p. 164), wenn sie auch im ganzen mehr oberd. ist (Weinh.§ 233). Aber die Anzeichen der Diphthongierung von iwären selbst für das Schles. ziemlich früh 1 ).
Die Reime von ?: ei fänden für die Zeit des Dichterseine ungezwungene Erklärung eigentlich erst bei einemOberdeutschen. Auch die Form schihte belegt Weinholdaußer im Westmd. (§ 243) nur im Oberd. (§ 241). End-lich darf nicht übergangen werden, daß den wenigen' nd.Worten des Dichters eine Reihe anderer, z. T. sehr cha-rakteristischer gegenübersteht, die ich nur im Obd. undangrenzenden Frank, nachweisen kann. Natürlich be-dürfen Schlüsse aus dem Wortschatz größter Vorsicht:es wird oft einfach an der Ungleichmäßigkeit der Über-lieferung liegen, wenn manche dem Süden und Südwestenangehörenden Ausdrücke dem Norden und Osten zu fehlenscheinen. Immerhin sei das Material angeführt:
1017 lusmen = losen, speeif. obd., nur vereinzelt rheinfr.
1018 tusmen 'flüstern' fehlt Lex., nur in heutigen Dialekten: v.Schmid, Schwab. Wb. 122; Stalder, Schweiz. Idiot. 332.
1795 siegeln 'dreschen' (?), vgl. Schmeller 11,519.
1) Nach Weinh. § 108 erscheint das erste ei in einer BriegerUrkunde aus dem Jahre 1335. also wohl etwas später als der Danielbeendet ist.