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der Bindung von uo und u schon beträchtlich weitergeht (Ziesemer p. 147f.).
iu
Der alte Diphthong hat nach Ausweis der Reimemonophthongischen Charakter angenommen. Er reimt inoffener Silbe auf ü, fast ausschließlich vor w: getriuwen :oüwen 8197, : grilwen 1409. 7813, verniuwen : grüwen 6471,riuwe : gmive 6803, tiufe : hiife 1475. — In geschlossenerSilbe reimt iu nur vor Nasalverbindung auf kurzen u-Laut: vriunt: urlcünd(e) 5683, vriunde : sünde 5273. 7839.
iu : uo (üe) reimt in nimce : prüeve 1553 ; dagegen istlut : glut 1431 wohl als luot: gluot zu verstehen.
Ob schon Diphthongierung von iu zu eu eingetretenist wie Makk. 1309. 4973 vröuden : sehenden (vgl. Makk.p. XXXIII Anm. 3), ist aus den Reimen nicht nachzuweisen.Das handschriftliche schouchit : vertouchit 5693 ist nachdem Sprachgebrauch des Dichters kein beweisender Reim.Denn für ihn war auch schlichet: verhieltet reimbar.
ou
Hervorzuheben ist das vereinzelte Praet. zouch: ouch1655 neben gewöhnlichem zöcli (: doch 3935, : hoch 5 x).Ob in diesem Reim der Lautwert ou : ou oder 6 : o ist,läßt sich nicht sicher entscheiden. Die Praet. zouch,vlouch reimen auch in den Makk. und bei Jer. auf ouch,rouch (Makk. p. XXXIII, Ziesemer p. 154), stets in derSchreibung ou; und zwar ist zu beachten, daß dieseSchreibung häufig auch in dem nicht beweisenden Reimvlouch : zouch erscheint (vgl. auch Weinh. § 113). Andrer-seits spricht der vereinzelte Reim Makk. 4323 ouch : hochentschieden für och, und diese Form läßt sich auch, frei-lich nicht zu häufig, in den Urkunden nachweisen 1 ).
1) Ich habe sie nur bemerkt bei Woelky, Neues preuß. Urk.-Buch, -westpreuß. Teil, Nr. 295 (Thorn 1350): 3 och, 1 ouch; beiKiewning und Lukat, Urk. zur Geschichte des ehemal. HauptamtesInsterburg Nr. 9 (Königsberg 1451): 7 och, kein ouch; bei Voigt,Cod. diplom. Pruss. III Nr. 72 (1352): 7 och, kein ouch.