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Daniel, eine Deutschordensdichtung
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(Ev. Nie. p. XLIV), als zu Jeroschin (Ziesemer p. 146 f.),bei dem die Monophthongierung schon weiter vorge-schritten ist.

Hervorzuheben sind eine Anzahl von Reimen, die iemit ie (aus -ihe-) im Praes. einiger starken Verba binden:diet-.siet 3673. 6749. 6851. 7081, :giet 5123, -.geschiet 1363.6665; indifferent ist geschiet: siet 6909. Man darf an-nehmen, daß der Dichter diese diphthongische Form ge-sprochen hat, nicht die daneben auch im Reim belegteForm auf -ht: geschult-.lieht 4329. 6719, giht:niht 851.1161 *), siht: lieht 7305. Andernfalls müßte sie bei deraußerordentlichen Reimbequemlichkeit des Typus -ihtviel zahlreicher auftreten 2 ).

uo

Monophthongierung von uo zu u ist in einigenFällen durch den Reim nachzuweisen.

1. Im Auslaut ist sie offenbar durchgeführt; esreimt vruo : du 2687, : nu 169, tuo : nu 85, zuo : du 597.1333, : nu 18 x. Im ganzen 23 Reime von uo : u, nur 4von uo: uo und 2 von u : u.

2. Im Inlaut in offener Silbe: gebrüchen : suochen5151, : buochen 159. 6731, creatüren : volvuoren 4021. uosteht also deutlich im Reim auf ü.

3. In geschlossener Silbe: gebruhte : beruohte 211,.sun:tuon 217. 2959, uf-.guof 1327. 3783. 7633, grüs-.muos8049 (?).

Im Inlaut ist jedenfalls der Diphthong uo im ganzenerhalten; den 11 genannten Reimen von u : uo stehen 117von uo (resp. üe): uo gegenüber. Der Dichter hält auchhier etwa die Mitte zwischen Hesler, der am konser-vativsten ist (Ev. Nie. p. XLVf.), und Jeroschin, der in

1) Der Keim ist nicht etwa giet: niet zu interpretieren. DieForm des Dichters war niht (: pfliht 7 x, : geschiht (subst.) 12 x,: gesiht 1971, : xoiht 4 >c).

2) Das Subst. geschiht reimt auf niht nicht weniger als 12 x,das Verb, nicht einmal!