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wahrscheinlich, daß der Dichter die ei-Formen aus derSprache des Ordenslandes geschöpft hat: das erste sichere
maligen Hauptamtes Insterburg. Das Bild, das diese reichen Quellenliefern, ist nicht ganz einheitlich; ich will versuchen, durch eine Aus-wahl von Originalen den normalen Verlauf des Eindringens der neuenVokale in die Schrift zu illustrieren: Woelky 307 (Thorn 1360): ge-seug, iu 9x. — Behnisch p. 504 (1361): pfarrei, vikereygen 2 x, i 5 x.
— Behnisch p. 510 (1375): seines, i 11 x. — Behnisch p. 506 (1377):Metzhous, ü 5 x. — Woelky 357 (Marienburg 1381): zeit, i 6 x. —Voigt IV, 27 (Thorn 1384): Newinstat , iu 4 x. — Voigt IV, 36(1386): in guten trouiven, getreuwen, iu 2 x. — Voigt IV, 82 (Marien-burg 1390): bei/ 2 x, i 52 x. — Voigt IV, 112 (Liebenhof 1392):deutschin, Prewsen, iu 4 x; sein- 3 x, i 4 x. — Woelky 396 (Thorn1392): vorleyen, sey, dreyhundirt, sein (pron. und vb.) 12 x, weyle2 x, czeit 3 X, bleiben, gleiche, speyse; sy, vorlyen 3 x, by 2 x,vryes, firmerie 2 x, syn- 5 x, blyben 3 x, schryber ; getrauwe, kein ü.
— Behnisch p. 513 (1397): drey, i6x; obirbaivet, ü 3 x. — VoigtV, 121 (Marienburg 1401): bey 10 x, drey, sey, seyn (pron. und vb.)4 x, Königreich 2 x, czeit, i 15 x. — Voigt VI, 127 (Marienburg1402): ustveist, quweiet briff, freyen, bey, Hx; preusschem, iu 5 x. —Woelky 463 (1409): bey, freiheit, fleysse, czeyt, i3x; orleu, leute,iu 4 x; gebomver, ü 7 x. — Woelky 472 (Thorn 1411): freiheyt, seythe2 x, fleissigen, weisen, czeit 2 x, i 6 x; feuwers, gebewdes, Creuicczs,iu 1 x; bauiuen, nachgebauicern, mauwren, ratvm 4x, ü 4 x. —■Woelky 551 (Thorn 1430): bey 3 x, beweisunge, czeit, schreiben,Schreibern, »3x; ewwir 3 x, deutschen, geczeivge, iu 5 x; awsschrift,haivse, ü 4 X. — Kiewning No. 9 (Königsberg 1451): Diphth. völligdurchgeführt. Dieser Entwicklungsreihe gliedern sich die Urkundenim ganzen ein. Nur ganz vereinzelte Spuren reichen etwas weiterzurück: das erste sichere ei erscheint, auch wenn man auf daszweifelhafte seynt (Woelky 283, a. 1346) verzichtet, schon 1347 (Voigt111,52) in zeit, das erste au 1352, (Voigt 111,72) in bauwen, wenigspäter ein ebenso vereinzeltes bowen (Behnisch p. 502, a. 1356).Einige Urkunden, deren Vokalstand der normalen Entwicklung er-heblich vorgreift (Voigt IV, 5, Mewe 1353: leute 5 x, rotleute 4 x,treu, geczüge, geczügnisse. — Voigt III, 118, Elbing 1374: 13 ei, 9 i;4 eu, 8 iu; 1 au, 2 u. — Woelky 362, Thorn 1382: 9 ei, kein i),verlangen vorsichtige Beurteilung; in ihnen ist fremder Einflußz. T. ganz greifbar. — Im ganzen betrachtet setzt also die Diphth.in der Schrift um die Mitte des 14. Jh. leise ein, tritt aber erstam Ende des Jh. stärker hervor. Ers nach 1400 gewinnen dieneuen Vokale die Oberhand, sie herrschen erst um die Mitte des 15.