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das verlauten, was in früherer Zeit das Wesen desVerses ausmachte, nämlich über Rhythmus und Hebungs-zahl 1 ). Wir sind also auf bloße Beobachtung angewiesen,und sie führt zu dem Ergebnis, das man nach der histo-rischen Entwicklung dieser Silbenzähler a priori er-warten muß; das Ziel ist der regelmäßige Wechsel vonHebung und Senkung.
Frappierend zeigt sich die Entwicklung auf denIdealvers hin beim Vergleich Heslers und Jeroschins,deren Verse innerlich weit verschiedener sind als dieÜbereinstimmungen in den äußeren Regeln vermutenlassen. Stichproben ergeben in Heslers Apokalypse füretwa 60 °/o der Verse den Wechsel von Hebung und Sen-kung. Bei Jeroschin dagegen steigt diese Zahl auf fast90%, wenn man in der Versetzung des Worttons nichtweiter geht als es auch Konrad hie und da verlangt.
Noch mehr als der Vers mit beweglicher Silbenzahlmußte der streng schematisierte, dessen Silbenzahl kon-stant war, zur Durchführung der Alternation drängen;und so geht die Entwicklung in der zweiten metrischenSchule des Ordens noch deutlicher vor sich. Der Makkabäer-dichter, der schon in der Wahl des Achtsilblers wenig Vers-geschick bekundet, steht freilich noch weit zurück, wenn-gleich auch bei ihm die Tendenz zur Alternation vorliegt.Nur 60 °/o seiner Verse lassen sich alternierend lesen, ohnedaß der natürliche Wortton gestört wird. Der künstelndeTilo v. Culm dagegen ist in den Siben inges. dem erstrebtenZiel noch näher gekommen als Jeroschin: nur bei etwa 4 u /oder Verse erzeugt die Alternation einen Verstoß gegen dienatürliche Betonung. Claus Cranc endlich hat das Idealerreicht; unter den 180 Versen des Reimprologs seinerProphetenübersetzung, der freilich seiner Form nach ein
1) Die metrischen Regeln sind wiederholt untersucht worden.Zuletzt hat Helm PBB 24,178 im wesentlichen zusammenfassenddarüber gehandelt. Leider ist nirgends auf Fragen der Betonungnäher eingegangen.