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irach liebende S, wan in sin hercze brach libe K. — Diemeisten Fehler sind derart, daß die Abweichung vomRichtigen nur in einem oder wenigen Buchstaben liegt.Oft läßt sich nicht sagen, ob eine Änderung durch Will-kür oder Irrtum veranlaßt ist. Soweit Absicht vorliegt,ändert sie ganz oberflächlich und banalisierend, z. B.heißt es 7457 von den nach Susanna lüsternen Richtern:und ir ongen (wurden sich) uf den ertbodim beugen senendeS, sehende K. — 1257 ach, wie sere ir snabitl an min goteir habit delceinen gelouben zwar S, ach, ivy sere ir snabit anmyme geböte K. — 2110 boumol . . ist gesunt su der brüstbrengende gerume lust S, grüne K.
S dagegen hat die metrische Form des Textes be-wahrt und verdient auch sonst in jeder Beziehung denVorzug. Wir haben offenbar einen Schreiber vor uns,der sehr konservativ eine ausgezeichnete Vorlage wieder-gibt. Lese- und Schreibfehler sind ungleich seltener alsin K; von dem bewußten Eingreifen, das jene Hs. soverdächtig macht, ist nichts zu spüren. Soweit bei Dif-ferenzen beider Hss. die Quelle den Ausschlag gebenkann, entscheidet sie vielmehr immer zu gunsten von S.Für eine Ausgabe des Daniel ist demnach S durchausals Grundlage zu nehmen, doch muß K daneben vorsichtigzu Rate gezogen werden.
Die Sprache der Hs. ist md. Sie wird im folgendenmit Berücksichtigung der orthographischen Eigentümlich-keiten kurz skizziert. Zu vergleichen ist die übersicht-liche, aber ein wenig äußerliche Untersuchung über dieSprache des Schreibers der Judith, die in derselben Hs.steht und von demselben Schreiber geschrieben ist wieder Daniel, bei Hering, a. a. o. p. 15 ff.
1. Vokalismus.
a) betonte Silben.ä: Der Umlaut fehlt in waszeric 1713, der hochvarte 4692, dienagle 2227 (negle 3759. 5245), sie behaldet 1914, bedacket 6586, ge-siracket 6617. Der Umlaut ist zu beachten in veste (adv.) 8198.