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2 (1791)
Seite
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546nütziger zu werden, mehr auf anderweitigeMittet des Erwerbs, als auf diejenigen, dieunser Amt uns darbietet, und die man ohne-hin in Sicherheit glaubt. Der Schullehrer,welcher keine Familie, aber auch kein Vermö-gen hat, sieht ängstlich die Tage seines Altersheranrücken, wo sein Gesicht vielleicht schwach,sein Gehör vielleicht stumpf seyn wird, wo alsodie muthwilligern Kinder ihn vielleicht unge-straft necken, und die Aeltern sie deshalb nachund nach von seiner Schule entfernen werden,so, daß nun auf einmal die Quelle verstopftwird, aus der er allein seinen Unterhalt schö-pfen konnte. Wer nimmt sich alsdenn seineran? Pensionsanstalten für bejahrte, un-brauchbar gewordene Schullehrer haben wirnicht, und der gröste Haufe ist fühllos und un-dankbar genug, auch in solchen Fällen einerArt von Eigennutz zu folgen, und sich für be-rechtigt zu halten, dem Belohnungen zu ent-ziehen, der eben dadurch, daß er sie bisher zuverdienen suchte, nun endlich ausser Stand ge-ſetzt worden iſt, ſie ferner durch Gegendienſteerzwingen zu können. Ists denn nun einWunder, wenn ein solcher Mann schon frühzei-tig anfängt, mehr für sich, als für seine Schu-le