448hinreichend. Eigentliche Schönheit derſelbenerfordert besonderes Talent, und dieses ent-wickelt sich in den meisten Fällen von selbst,ohne daß der Lehrer sich mit Aengstlichkeit odermit einem ungewöhnlichen Aufwande von Zeitdafür verwenden dürfte. Ueberdies ist esschon im Ganzen genommen nicht rathsam,dasjenige, was auf bloßem Mechanismus be-ruht, beim Schulunterricht mit vorzüglichemEifer zu befördern. Schärfung des Verstan-des und Bildung des Herzens zur Tugend solldas Ziel seyn, welchem der Lehrer am eifrigsten zustrebt *). Um der Festigkeit in derHandschrift willen halte ichs indessen für dien-licher, wenn die Kinder nach einer gewissenbestimmten Vorschrift schreiben lernen, alswenn sie so oft verschiedenen Lehrern darinfolgen müssen. Und hiezu sind vorzüglich em-pfehlungswürdig die „Neuesten Musterschriftten in deutscher, lateinischer und französischerSprache. Wien 1790. 4.AlsEin Wink für Lehrer, wie sie sich in Vertheilungder Schulstunden zu verhalten haben! Es giltauch hier der Grundsatz, den ich schon — ich weißnicht, wo? — angeführt fand: Mehr denken, alslesen — mehr lesen, als schreiben. A. d. H.
Druckschrift
2 (1791)
Seite
448
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