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420Aengſtlichkeit heut zu Tage nur höchſt lächer-lich.1Aber hier, mein Freund! werden Sievielleicht fragen:Sollen denn die Kindergar nicht mit dem Unterſcheidenden in ihremReligionsbekenntnisse bekannt gemacht wer-Wer hat das behauptet? Sden?"lange die verschiedenen Partheien getrennt bleiben, wird dies wohl allerdings noch geſchehenmüssen. Aber läßt sich dieser Unterricht nichtfüglicher in die Katechisationen der Predigervon jeder Confeßion verweisen? Und wenndiese die Sache gröstentheils nur geschichts-weise behandelten, und dabei allemal dieNothwendigkeit der Achtung für jeden gutenMenschen anpriesen und einschärften wür-de alsdann dieſer Unterricht Intoleranz undVerfolgungsfucht wirken können? Die Kinderhätten ja dann schon in der Schule den ei-gentlich praktischen Theil der Religion kennengelernt. Die Begriffe, welche dahin einschla-gen, hätten schon deswegen, weil sie ihnenzuerst wären überliefert worden, in ihrerSeele tiefere Wurzeln gefaßt. Sie wärenalso nun auch schon reif genug, die Pflicht,ihrer