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2 (1791)
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376mittel des Aberglaubens sey! Woher kämesonst die zahllose Menge von Christen, welchein Sachen der Religion auch nicht im geringstennachzudenken gewohnt sind? In ihrer Kind-heit wurde der Grund dazu gelegt. Sie wur-den mit Religionsbegriffen, wie mit körperlchen Speisen, genährt, und nachher glaubensie, daß jene eben so wenig, als diese, einergenauern Untersuchung bedürfen, wenn sie nurnicht ganz unangenehm sind.Auch Salzmann macht in seiner Schriftüber die wirksamsten Mittel, Kindern Reli-gion beizubringen, auf diesen Punct aufmerksam.Wir entrüsten uns oft, sagt er, wennwir das verkehrteBetragen unserer Gemeindenbeim öffentlichen Unterrichte bemerken. Pre-digten voll Unsinn, bei denen sie sich gewiß garnichts denken, nennen sie oft erbaulich, undandere; die ihnen auf die faßlichste Art dienützlichsten Wahrheiten zeigen, verachten sieals trocken; sitzen Jahre lang vor unsern Lehr-stühlen, und die mehresten bleiben, wie siesind. Wozu wollen wir uns aber entrüsten?Sie können ja nicht anders, als sich so betra-gen.